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Bei den Baumaßnahmen an der Eichbergstraße sollen keine unnötigen Kosten entstehen. Foto: Recklies
Bei den Baumaßnahmen an der Eichbergstraße sollen keine unnötigen Kosten entstehen. Foto: Recklies
02.02.2017

Engelsbrander Gemeinderat verzichtet im Zusammenhang mit neuen Wasserleitungen auf Probe-Analyse

Engelsbrand. Wie man es macht, ist es falsch. Zu diesem Schluss hätte der Engelsbrander Bürgermeister Bastian Rosenau am Mittwochabend bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats kommen können. Die Verwaltung hatte dem Rat vorgeschlagen, im Vorfeld der geplanten Maßnahme zum Austausch der inzwischen rund 100 Jahre alten Wasserleitung in der Eichbergstraße eine Untersuchung des Bauuntergrunds vornehmen zu lassen.

Der Grund: Nach den Erfahrungen, die die Gemeinde im vergangenen Jahr bei den Bauarbeiten in der Turnstraße mit verunreinigtem Boden gemacht hatte, hat der Gemeinderat verlangt, dass die Verwaltung künftig im Vorfeld solcher Maßnahmen alles unternimmt, um diese kostspieligen Überraschungen zu vermeiden. Denn die Entsorgung des verunreinigten Bodenmaterials kam die Gemeinde teuer zu stehen. „Wir machen, was sie von uns fordern“, so Bürgermeister Bastian Rosenau, als die von der Verwaltung für knapp 18 000 Euro vorgeschlagene Analyse des Straßenuntergrunds eher kritisch betrachtet wurde.

Diese, so der Sprecher von SPD und Bürgerliste Engelsbrand, Artur Beffert, sei unnötig, da der im Zuge der Maßnahme gemachte Aushub ebenfalls noch untersucht werden müsse, bevor das Material auf eine Deponie gefahren werde. Nicht anders sah es Alexander Mekyska von der Fraktion Lebenswertes Engelsbrand. Diese zusätzlichen Kosten könne man sich sparen. CDU-Gemeinderat Achim Joachim Gaag sowie Manfred Kleile (SPD und Bürgerliste) indes hielten eine vorherige Untersuchung durchaus für sinnvoll. Bürgermeister Bastian Rosenau machte keinen Hehl daraus, dass er gegen einen Verzicht der Beprobung nichts einzuwenden habe. Thomas Kautz von der Fraktion Lebenswertes Engelsbrand, der am Anfang durchaus eine Untersuchung des Baugrunds für sinnvoll erachtet hatte, sah es zum Ende der Diskussion ebenfalls als fraglich an. Am Ende stimmte das Gremium mehrheitlich dafür, die Untersuchung nicht vorzunehmen.