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05.02.2016

Engelsbrands Bürgermeister verteidigt aufwendige Rohrnetzanalyse

Bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme hat Gemeinderat Engelsbrand das EnBW-Tochterunternehmen RBS Wave mit der Durchführung einer Rohrnetzanalyse und Berechnung des Wasserpreises für knapp 15.000 Euro beauftragt.

Bürgermeister Bastian Rosenau erläuterte, dass es das Ziel des Vorhabens sei, die bestehenden Versorgungsverhältnisse zu untersuchen, um somit die Voraussetzungen für den gezielten Ausbau und die Optimierung der Trink- und Löschwasserversorgung zu schaffen. Laut Rosenau bringt die Rohrnetzberechnung wesentliche Erkenntnisse für den Betrieb und hilft bei der Klärung konkreter Aufgabenstellungen, wie beispielsweise bei den Notversorgungen oder Druckverhältnissen bei Spitzenlastfall. Die Rohrnetzberechnung sei somit eine grundlegende Entscheidungshilfe bei allen Fragen des Rohrnetzbetriebes.

Für Wolfgang Reich von den Grünen ist die Analyse unnötig, da er weder Wachstumskerne in der Kommune sehe, noch eine Befahrung der Leitungen – wie bei den Abwasserkanälen geschehen – erfolge, so dass die Analyse am Ende nur ein Berechnungsmodell sei. Rosenau verteidigte das Vorgehen. Im Übrigen sei das Leitungsnetz in Teilen bereits rund 100 Jahre alt sei, da sei eine solche Analyse angebracht.