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Haben den Modellversuch Inklusion im Enzkreis vorgestellt: vom Landratsamt Jugendamtsleiter Wolfgang Schwaab, Sozialdezernentin Katja Kreeb und Kita-Fachberaterin Alice Zahorneanu sowie vom Forum Frühkindliche Bildung, Arbeitsbereichs-Leiter Andreas Hirsch und Qualitätsbegleiterin Efrosini Chortikoglou (von links).  Foto: Moritz 

Enkreis geht Inklusion mit System an

Enzkreis. Was die Bemühungen um eine Inklusion von behinderten oder verhaltensauffälligen Kindern in Regel-Kitas angeht, schreitet der Enzkreis im Land voran. 23 Städte und Landkreise hatten sich im vergangenen Jahr um eine Teilnahme am Modellversuch Inklusion – kurz „Move In“ – beworben, den das Land im Rahmen des Pakts für gute Bildung und Betreuung fördert. Den Zuschlag bekommen hat der Enzkreis neben den Städten Mannheim und Freiburg sowie den Kreisen Böblingen, Esslingen, Reutlingen, Biberach und Breisgau-Hochschwarzwald.

Begonnen habe das Projekt eigentlich schon Anfang des Jahres. „Allerdings war es schwierig, die Stellen zu besetzen“, so Wolfgang Schwaab, Jugendamtsleiter des Enzkreises. Jetzt sei aber der Großteil des Teams besetzt. Deshalb wurde das Modellprojekt nun im Landratsamt öffentlich vorgestellt. „Endlich geht’s los“, freute sich nicht nur Schwaab, sondern auch Sozialdezernentin Katja Kreeb: „Als Modellstandort werden wir vom Land mit ordentlich Manpower unterstützt.“ Vier Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im mobilen Fachdienst sowie eine Qualitätsbegleiterin finanziere das Land im Projektzeitraum bis 31. August 2023. Angesiedelt sind sie als Fachkräfte des Landesforums Frühkindliche Bildung beim Landratsamt.

Erzieher und Erzieherinnen, Kitas aber auch die Träger der Einrichtungen wie Gemeinden oder Kirchen bei Bedarf ans Landratsamt wenden. Dann würden sie betreut und geschult. Gemeinsam könne man Konzepte entwickeln, um langfristig bessere Rahmenbedingungen für die Inklusion zu schaffen. „Bisher beteiligen sich aus dem Enzkreis drei Kitas. Weitere Anfragen liegen aber schon vor“, sagt Qualitätsbegleiterin Efrosini Chortikoglou, ohne die genauen Standorte zu nennen. Kitas oder Träger, die sich für eine Teilnahme am Modellversuch interessieren, können sich per E-Mail an die Kita-Fachberaterin des Enzkreises wenden unter Alice.Zahorneanu@enzkreis.de.

Mehr lesen Sie am 13. November in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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