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Die Batterien waren im Gebrauch für diese Baustelle in Dietlingen. Fotos: Privat
Die Batterien waren im Gebrauch für diese Baustelle in Dietlingen. Fotos: Privat
09.11.2018

Entdeckte Hochleistungsbatterien sorgen für Ärger in Keltern

Keltern. Im Kelterner Gemeinderat spitzten alle die Ohren: Sollten Hochleistungsbatterien einer Absperrung einfach in der dazugehörigen Baustelle entsorgt werden? Diese kritische Frage hat Walter Appenzeller (Grüne) in dieser Woche in öffentlicher Sitzung zur Sprache gebracht und dabei einen konkreten Fall aus Dietlingen thematisiert.

Er schilderte den Vorgang aus seinem persönlichen Erleben heraus. Zunächst sei der alte Umsetzerturm an der Ecke Lessing-/Bachstraße abgebrochen und durch eine moderne Installation ersetzt worden. Im Rahmen dieser Arbeiten seien, so der Grünen-Gemeinderat, Erdarbeiten durchgeführt worden. Hierzu habe auch an mehreren Stellen die Bachstraße aufgebrochen werden müssen. Um dies für den Verkehr ordnungsgemäß abzusicheren, seien Baken mit Blinklichtern aufgestellt worden.

Appenzeller wörtlich: „Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass nach Abschluss der bisherigen Arbeiten und nach Abbau der Absicherung drei verbrauchte Batterien auf die Baustellenfläche geworfen wurden.“ Und „meine Vermutung ist, dass diese Batterien im Rahmen der nun bevorstehenden Auffüllung günstig verschwinden sollten“. Die auf der genannten Baustelle liegenden Batterien, so die weiteren Ausführungen von Appenzeller, „habe ich eingesammelt und werde mich um eine ordnungsgemäße Entsorgung kümmern“. Der Grünen-Gemeinderat sprach von möglichen Gefahren fürs Erdreich, wenn in späteren Jahren der Verrottungsprozess einsetze und forderte die Kelterner Verwaltung auf, der Sache rasch nachzugehen.

Zuständig war ein Unternehmen im Auftrag der Stadtwerke Pforzheim (SWP). Gestern bestätigten die SWP auf Anfrage der Redaktion, dass die Gemeinde Keltern bereits angefragt habe. Die Stadtwerke nehmen wie folgt Stellung: „Bei einer Rücksprache mit der von uns beauftragten Baufirma wurde uns versichert, dass die Batterien für die Baustellensicherung nach Gebrauch stets zentral gesammelt und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugefügt werden.“ Die Baufirma halte entsprechende Sammelbehältnisse für diese Akkus auf ihrem Gelände zur anschließenden ordnungsgemäßen Entsorgung vor. Zudem sei im Kaufpreis der Batterien die Entsorgung schon eingepreist. Leider, so die SWP, würden durch zunehmenden Vandalismus, Bauarbeiten immer mehr erschwert. Mit der Baufirma, die für diese Baumaßnahme zuständig war, heißt es abschließend in der Stellungnahme, „arbeiten wir schon lange vertrauensvoll zusammen und es gab noch keinerlei Beanstandungen oder Beschwerden in diese Richtung.“

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