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Schnell ans Telefon: Der Holländermichel erteilt mit seinem Anruf eine neue Aufgabe an Touristikchefin Stefanie Dickgiesser, Bürgermeister Klaus Mack, Oliver Eder und Uwe Göbel vom Aufsichtsrat Tourismus sowie PZ-Mitarbeiterin Lena Knöller (von links). Fotos: Knöller
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Auf dem Weg zur nächsten Station: Klaus Mack, Oliver Eder und Uwe Göbel (von links) laufen durch die Wilhelmstraße.
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Begrüßung per SMS im Forum König-Karls-Bad. Die Antwort lässt die PZ hier bewusst aus.
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Lieblingsdüfte gesucht: In der Seifenmanufaktur Rossini soll die Gruppe für den Holländermichel ihren Geruchssinn testen.

Entdeckungstour mit einer Märchenfigur: Eine Schnitzeljagd per App durch Bad Wildbad

Bad Wildbad von einer ganz anderen Seite erleben: Mit der Webapp „Die Legende des Holländermichels“ werden Smartphone-Nutzer selbst Teil der Handlung, in dem sie an 13 Stationen in der Stadt Fragen beantworten. Die PZ war zum Auftakt selbst unterwegs.

So eine Schnitzeljagd hat Bad Wildbad noch nicht gesehen: Die Webapp zur Legende des Holländermichels lädt offiziell seit Dienstag auf eine spannende Erkundungstour durch den Kurort ein. Doch was verbirgt sich hinter dem digitalen Spiel? Die PZ hat es schon einen Tag zuvor mit Touristik-Chefin Stefanie Dickgiesser, Bürgermeister Klaus Mack und den beiden Tourismus-Aufsichtsräten, Oliver Eder und Uwe Göbel, getestet.

Einmal auf der zugehörigen Internetseite registriert und schon kann es losgehen. Die erste der insgesamt 13 Stationen, das Forum König-Karls-Bad, muss auf der Internetseite aktiviert werden und wenige Minuten später klingelt das Smartphone. Es ist der Holländermichel und das Glasmännlein. In Wilhelm Hauffs Märchen „Das kalte Herz“ sind sie Gegenspieler, doch in Bad Wildbad leiten sie gemeinsam durch das Spiel. Per Telefon folgt die erste Aufgabe, bei der bereits genau aufs Detail geachtet werden muss. Mehrere Rätsel müssen gelöst und Brunnen in den Gängen des Forums gesucht werden. Die drei richtigen Antworten werden per SMS verschickt, dann ist das Glasmännlein zufrieden: „Station bestanden.“

Damit ist der erste Punkt erreicht. Sind die Fragen von acht Stationen korrekt beantwortet, erhält der Nutzer eine Belohnung. Holländermichel und Glasmännlein erfüllen zwar nicht wie im Märchen alles, was man sich wünscht, aber haben dennoch ein Geschenk auf Lager, das an dieser Stelle noch ein Geheimnis bleibt.

Doch bis zu diesem Erfolg sind noch einige Aufgaben zu bestehen. Also auf geht’s zur nächsten Station. Vom Holländermichel kommt eine neue SMS: Die japanischen Gärten der Villa Hanselmann sollen besucht und eine Pause eingelegt werden. In der idyllischen Kulisse ist es eine Leichtigkeit, sich eine Pause zu gönnen und bei einem Kaffee die Aussicht über die Stadt zu genießen.

Doch schon nach einer Weile siegt die Neugier, es wird gebannt aufs Handy geschaut und auf eine neue Anweisung der fiktiven Figuren gewartet. „Ich rieche dort den ganzen Schwarzwald. Mal sehen wie es um deinen Geruchssinn bestellt ist“, sagt der Holländermichel beim Aktivieren der Station Seifenmanufaktur Rossini. Der persönliche Lieblingsduft soll ausgewählt und der Märchenfigur per SMS mitgeteilt werden.

Im Café Jats, eine Station weiter, wartet eine süße Überraschung. Auch dort ist eine Aufgabe zu lösen. Und bei jeder Station heißt es immer: Fleißig Punkte sammeln, indem die Fragen richtig beantwortet werden. Den Abschluss der kleinen Proberunde der App bietet der Wildbader Hof mit einem Rätsel über ein Getränk, das dort ausgeschenkt wird.

Beim PZ-Besuch landen am Ende der besuchten fünf Stationen fünf Punkte auf dem Konto. „Man kann jederzeit weitermachen, denn es ist nicht notwendig, alles an einem Stück abzulaufen“, so Dickgiesser. Es warten nämlich noch weitere Stationen in der Innenstadt: die englische Kirche, die Kaffeemanufaktur und das königliche Kurtheater. Außerdem die Bergbahnstation, bevor der Baumwipfelpfad, die Hängebrücke, der Märchenweg und der Abenteuerspielplatz mithilfe der App zu erleben sind. Bei einem Spaziergang durch den Wald soll außerdem die Geschichte rund um Holländermichel und Glasmännlein verständlicher werden.

„Die Mischung aus Attraktionen auf dem Berg, altehrwürdigen Gebäuden, Gastronomie und Einzelhandel ist es, die das Spiel ausmachen“, betont Dickgiesser. Es sei wichtig, dass alle Stationen fußläufig zu erreichen sind. Die App soll nicht nur junge Leute ansprechen, so die Touristikchefin, sondern alle, die ein Smartphone bedienen können und Interesse haben, Bad Wildbad kennenzulernen.

„Die Innenstadt soll belebt werden, und das auf eine charmante, spielerische Weise“, so Mack. Er fügt hinzu: „Wir wollen die Digitalisierung in unserer Stadt weiterbringen und mit dem modernen Marketing alle Handyaffinen ansprechen.“ Oliver Eder zieht nach dem Rundgang Bilanz: „Ein breitgefächertes Spiel, das spannend ist und neugierig macht.“