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An der Brunnenstraße in Schömberg soll der zweigeschossige Neubau entstehen, der Platz für sechs Gruppen bietet. PZ-Archiv Ketterl
An der Brunnenstraße in Schömberg soll der zweigeschossige Neubau entstehen, der Platz für sechs Gruppen bietet. PZ-Archiv Ketterl
Der Kindergarten Eulenbächle zieht an einen neuen Standort. Foto: PZ-Archiv
Der Kindergarten Eulenbächle zieht an einen neuen Standort. Foto: PZ-Archiv
15.01.2018

Entscheidung über Kindergarten-Neubau in Schömberg

Schömberg. An welchem Standort wird der Schömberger Kindergarten „Eulenbächle“ neu gebaut? Über diese Frage entscheidet der Gemeinderat am Dienstagabend. Unter den drei möglichen Varianten ist die Brunnenstraße der Favorit der Verwaltung: Die Lokalpolitiker sollen für einen Neubau an diesem Platz grünes Licht geben, so die Vorlage. Für das Vorhaben an der Brunnenstraße, direkt bei der Neuen Mitte gelegen, kann die Gemeinde eine 3000 Quadratkilometer große Fläche kaufen. Entsprechende Gespräche mit der Investorengruppe Krause habe es bereits gegeben.

Dass der Kindergarten „Eulenbächle“ in der Talstraße nicht mehr zu retten ist, steht schon seit langem fest. Die Sanierungsarbeiten an dem über 50 Jahre alten Gebäude hätten rund zwei Millionen Euro verschlungen. Im Vergleich dazu könne ein Neubau die wirtschaftlichere Lösung sein, waren Verwaltung und Gemeinderat überzeugt. Bei den möglichen Standorten kristallisierten sich zum Schluss drei mögliche Alternativen heraus.

Neben der Brunnenstraße wurde auch in Erwägung gezogen, den bestehenden Kindergarten in der Schillerstraße zu erweitern. Außerdem wurde darüber nachgedacht, den Kindergarten am alten Standort wieder aufzubauen. Gegen diese beiden Alternativen sprechen jedoch einige Punkte, so die Einschätzung der Kreisbaumeisterin bei einem Gespräch im Rathaus. So müsste man für einen Wiederaufbau am alten Standort eine Zwischenlösung finden: einen Ort, an dem die Kinder während der Bauzeit untergebracht werden können. Außerdem könnte der nasse Baugrund für Probleme sorgen und die verkehrsrechtliche Situation müsste verbessert werden. Bei einer Erweiterung des Kindergartens „Schillerstraße“ werde eine baurechtliche Genehmigung schwierig. Die Lage sei im Außenbereich und es seien Umweltprobleme zu erwarten. Außerdem müsse man den bisherigen Zugang ändern und eine Hebeanlage einbauen.

Bei dem Standort in der Brunnenstraße sieht die Verwaltung dagegen Vorteile: Die Ortsmitte werde gestärkt und die Verkehrssituation verbessert. Da man außerdem die nötige Fläche kaufen könne, spricht aus Sicht des Rathauses alles für diesen Standort.

Bürgermeister Matthias Leyn nutzte den Neujahrsempfang der Gemeinde am Wochenende, um für diese Variante zu werben. Man habe die Chance, für insgesamt drei Millionen Euro einen neuen Kindergarten zu bauen, betonte er. Das solle bei allen Diskussionen um mögliche Alternativen nicht vergessen werden.