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Zwei Urlauber aus dem Enzkreis sind am Mittwoch in einer Nasslawine zu Tode gekommen. © ZOOM-TIROL
29.12.2011

Entsetzen am Tag nach Lawinen-Unglück in Tirol

Die Menschen in Neuenbürg und Öschelbronn sind noch immer fassungslos: Am Mittwoch ereilte sie die Nachricht von einem schrecklichen Drama auf der Jöchlspitze im österreichischen Reutte in Tirol.

Dort wurden ein 50-jähriger Mann aus Niefern-Öschelbronn und eine Freundin, 44 Jahre, aus Neuenbürg am Mittwoch von einer Nasslawine erfasst. Obwohl die Rettungskräfte rasch eintrafen, hatte das verschüttete Paar keine Überlebenschance. Drei Hubschrauber flogen rund 90 Helfer zum Unglücksort. Tragisch: Die 13-jährige Tochter der Frau und der Sohn (19) des Mannes waren bei dem Ausflug dabei. Die Kinder konnten sich in Sicherheit bringen, mussten aber mit ansehen, wie die Eltern mitgerissen wurden.

Sieben Mitglieder einer Gruppe der Airsport-Flugschule in Bach wollten mit dem Paragleiter ins Tal schweben. Nahe der Bergstation der Jöchlbahn löste sich in rund 1800 Metern Höhe plötzlich ein Schneebrett. Nasslawinen sind dafür bekannt, dass Verschüttete in ihnen kaum mehr atmen können, so Gerhard Deißler, Vorstand der Pforzheimer Ortsgruppe der Bergwacht Schwarzwald.

Die beiden Opfer hätten die Lawine gesehen, so die Polizei in Reutte. Die Neuenbürgerin sei beim Weglaufen aber gestürzt. Der Mann aus Niefern-Öschelbronn habe ihr noch helfen wollen, hatte aber keine Chance. Das Kriseninterventionsteam der Polizei habe die Kinder betreut.

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