760_0900_134123_IMG_7990.jpg
An der letzten Station des Weges: Stefan Wöhr, Geschäftsleitung Richard Wöhr GmbH, Carmen Mattheis, Fachdozentin für Wald- und Naturtherapie, Bauhofmitarbeiter Martin Siegel, Bürgermeister Heiko Stieringer und Günter Volz, Vorsitzender der Ortsgruppe Höfen des Schwarzwaldvereins (von links). Knöller 

Entspannung pur auf neuem Heilweg

„Den Wald nutzen, um stressfrei und entspannt den Alltag zu gestalten“ – das war die Motivation der ehemaligen Höfener Gemeinderätin Carmen Mattheis, den Kur-und Heilweg zu gestalten. Ein gedankliches Grundgerüst entwickelte die Fachdozentin für Wald- und Naturtherapie schon 2018 und von Seiten der Stadt gab es Zustimmung. Doch einige verwaltungstechnische Hürden mussten überwunden und vertragliche Abschlüsse mit dem Forst gemacht werden.

Die lange Planungszeit hat sich gelohnt und Bürgermeister Heiko Stieringer freut sich: „Der Weg ist nun in trockenen Tüchern, wir dürfen loslaufen.“ Startpunkt ist am Freibad-Parkplatz in Höfen, gefolgt von einem Foto-Aussichtspunkt mit Blick auf Höfen, bevor das Förteltal über acht Stationen umrundet wird. „Wenn man die sechs Kilometer in Ruhe wie beim Waldbaden durchläuft, braucht man etwa drei Stunden“, sagt Mattheis. Denn die Entspannung und das Sich-Einlassen auf die Natur sollen Ziel des Wegs sein, wie die Expertin erzählt.

Alle Sinne werden auf der Tour durch den Wald angesprochen, und so gibt es etwa Stationen wie „Die Natur sehen – hören – fühlen“ oder „Den Waldboden spüren.“ Der Höhepunkt am Ende besteht aus zwei Ruheliegen aus heimischem Holz, eigens angefertigt von Zimmermann und Bauhofmitarbeiter Martin Siegel. Im Sommer kann dort die Sonne genossen werden, doch in jeder Jahreszeit haben die Bänke für Mattheis eine besondere Bedeutung: „Es können noch einmal die Erlebnisse des Wegs durchgegangen und entspannt werden.“

Die Gemeinde finanzierte die Ruhe-Attraktion und einen Anteil gab auch der Schwarzwaldverein (Ortsgruppe Höfen) hinzu. Die Firma Richard Wöhr GmbH übernahm das Sponsoring für die Beschilderung des neuen Wegs. Das Gemeindeoberhaupt findet klare Worte: „Wir hoffen, dass der Kur-und Heilweg angenommen wird, achtsam begangen wird und Müllablagerungen keinen Platz finden.“ Eines ist ihm besonders wichtig: „Die Menschen können sich hier auf die Natur einlassen, mit Sinn und Verstand.“