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Gute Miene zum bösen Spiel machen die Bauern, Vertreter des Enzkreises und von Vertriebsfirmen. Bei der Erntebilanz in Großglattbach zeigten die Probleme auf (von links): Ulrich Hauser, Paul Dieterle, Hilde Neidhardt, Jürgen Krepp und Betriebsleiter Michael Ölschläger, auf dessen Hof das Pressegespräch stattfand.  Foto: Fotomoment
Gute Miene zum bösen Spiel machen die Bauern, Vertreter des Enzkreises und von Vertriebsfirmen. Bei der Erntebilanz in Großglattbach zeigten die Probleme auf (von links): Ulrich Hauser, Paul Dieterle, Hilde Neidhardt, Jürgen Krepp und Betriebsleiter Michael Ölschläger, auf dessen Hof das Pressegespräch stattfand. Foto: Fotomoment
27.07.2016

Enttäuschende Ernte: Erträge bleiben im Enzkreis weit hinter den Erwartungen

Alles hätte für die Landwirte im Enzkreis in diesem Jahr so gut werden können. Nach – im Gegensatz zu den Vorjahren – ausreichend Niederschlägen blickten die Bauern hoffnungsfroh einer reichen Ernte 2016 entgegen. Doch die fiel teilweise buchstäblich ins Wasser.

Hilde Neidhardt, neue Dezernentin für Landwirtschaft, Forsten und öffentliche Ordnung im Enzkreis, Landwirtschaftsamts-Leiter Jürgen Krepp, Kreisbauernverbands-Chef Ulrich Hauser und Paul Dieterle, Vertriebsleiter von BayWa AG, einem wichtigen Getreidevermarkter der Region, bemühten am Mittwoch beim jährlichen Pressegespräch mehrfach das Wort enttäuschend. Michael und Alfred Ölschläger, die auf ihrem Hof in Mühlacker-Großglattbach Gastgeber waren, beklagten „schrumpelige Kummerkörner.“

„Seit März haben wir überdurchschnittliche Niederschläge. Speziell Ende Mai begannen die häufigen bisher so nicht gekannten Starkregenereignisse, die im Enzkreis in vielen Bereichen unwetterartig niedergingen“, sagt Hilde Neidhardt, die seit 1. Juli das Landwirtschafts-Dezernat im Landratsamt leitet.

„Geringes Wurzelwachstum im immer sehr feuchten Boden und ein sehr hoher Pilzdruck sind bei dieser Witterungslage zwangsläufig“, weiß Jürgen Krepp, der Leiter des Landwirtschaftsamtes Enzkreis. Die Weinbauern hatten gegen den sogenannten falschen Mehltau (Peronospora) zu kämpfen und mussten ihre Pflanzenschutzmaßnahmen deutlich ausweiten. Auch bei den Kartoffeln waren Pflanzenschutzmittel stark gefragt. Die Wintergerste als früheste Getreideart und der Raps zeigten unterschiedliche Erträge. Das Heu war durch das Hochwasser häufig verschmutzt. Die Erdbeerernte fiel besonders miserabel aus.

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