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Zum Kicken versammeln sich täglich gut zehn junge Leute im Neuenbürger Stadtgarten. Nach ihrer Aussage gebe es für sie kaum andere Optionen und auch der Platz könnte besser sein.  Fotos: Kraus 
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Eigene Tore werden von den Jugendlichen abgesteckt. 
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Vor den Toren bilden sich Pfützen. 

Enttäuschung in Neuenbürg: Jugendliche frustriert über mangelnde Möglichkeiten

Neuenbürg. Täglich treffen sich Kenan (richtiger Name der Redaktion bekannt) und seine Freunde im Neuenbürger Stadtgarten. Zum Kicken, zum Quatschen, zum Spaßhaben. Doch der vergeht ihnen immer mehr.

„Die Gemeinde tut nichts, um den Fußballplatz zu erhalten. Ein Tor hat kein Netz und die Fläche davor ist im Sommer staubig und wenn es regnet, eine riesige Pfütze“, ärgert sich Kenan. Er versteht nicht, warum für die Jugend in der Kernstadt so wenig gemacht wird. Sein Vergleich: „Conweiler hat einen guten Bolzplatz und der Ort ist viel kleiner.“

Der Stadtgarten liegt für ihn und seine Freunde, gut zehn Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren, in direkter Nachbarschaft und ist für sie zu Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen. Sie sind dort oft, bis es dunkel wird. Kürzlich waren sie bei Bürgermeister Horst Martin. Ihr Anliegen: Sie wollen die Möglichkeit haben, zum Fußballspielen in eine Halle zu dürfen. „Oder dass jemand den Platz im Stadtgarten richtet“, sagt Kenan, enttäuscht vom Gespräch im Rathaus, bei dem sich für sein Gefühl der Bürgermeister nicht verantwortlich für sie gesehen habe. Vom Bau eines Bolzplatzes habe er abgewunken, zu teuer.

Auf PZ-Nachfrage betont Bürgermeister Martin, dass er den Jugendlichen die anderen Möglichkeiten aufgezeigt habe, wo sie sich zum Kicken treffen können: Den Fußballplatz des ehemaligen FV Neuenbürg im Breiten Tal oder den Tartan-Sportplatz beim Gymnasium. „Aber ich hatte den Eindruck, dass die jungen Herren zwar gerne Fußball spielen, aber einen weiteren Weg dorthin scheuen.“

Er verweist darauf, dass der Stadtgarten ursprünglich eine reine Grünfläche war und es der Initiative einiger Jugendlichen vor gut zehn Jahren zu verdanken sei, dass dort ein Fußballplatz entstanden ist. „Sie haben ihr Glück in die Hand genommen und Spenden im Ort gesammelt.“ Den Vorschlag habe er nun auch den jungen Kickern im Gespräch kürzlich gemacht.

Freibad und Vereine

In Sachen Jugendarbeit konzentriere sich die Stadt vor allem auf die Schulsozialarbeit. „Wir holen damit die Jugendlichen dort ab, wo sie sind, in der Grundschule und im Gymnasium“, sagt Martin.

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Carolin Kraus

Carolin Kraus

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