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Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps. Im Normalfall. PZ-Redakteur Sven Bernhagen hat seine Dienstzeit bei der fünften Etappe der Enzkreis-extrem-Wanderung jedoch mit einem Viertele Wein verbunden. Es sei ihm gegönnt. © Recklies
Enzkreis extrem: Mit PZ-news live bei der 5. Etappe © Keller
17.10.2013

Enzkreis extrem: Mit PZ-news live bei der 5. Etappe

Auf der fünften Etappe bei Enzkreis extrem führte PZ-Redakteur Sven Bernhagen seine Wandergruppe von Illingen nach Wurmberg. Die 17,6 Kilometer lange Strecke ist die weiteste, die bisher gegangen wurde. Sie ist anspruchsvoll - und bot endlich wieder Sonnenschein.

Bildergalerie: Enzkreis extrem: 5. Etappe von Illingen nach Wurmberg

Sonnenschein, Musik, Wein und herrliche Aussichten – die fünfte Etappe der Enzkreis-extrem-Wanderung hatte viel zu bieten. Doch sie verlangte den 73 Wanderern auch viel ab. Mit 17,6 Kilometern und 550 Höhenmetern im Aufstieg war die Wanderung von Illingen nach Wurmberg die anspruchsvollste der diesjährigen Tour mit Wanderführer Sven Bernhagen.

Bildergalerie: Enzkreis extrem mit Weinprobe im Weingut Jaggy

Dies kündigte der PZ-Redakteur auch gleich zu Beginn an. „Human wird es heute nicht“, sagte er, nachdem er seine Tagesaufgabe entgegengenommen hatte. Er sollte im Kostüm des Humanisten Johannes Reuchlin durch den Enzkreis wandeln. Als Reuchlin begrüßte er auch noch den Oberbürgermeister Frank Schneider aus Mühlacker, der es sich nicht nehmen ließ, die Wanderer in Mühlhausen selbst durch „seine“ Weinberge zu führen.

Umfrage

Sven Bernhagen hat sein Reuchlin-Kostüm auf halber Strecke abgelegt. Gilt die "Sven-ärgere-dich-nicht"-Aufgabe trotzdem als erfüllt?

Ja, acht Kilometer als Johannes Reuchlin reichen 52%
Nein, heute hat er es nicht geschafft 47%
Weiß nicht 1%
Stimmen gesamt 60

Die "Sven-ärgere-dich-nicht-Aufgabe" lautete heute: Wandere im Kostüm Johannes Reuchlins. Doch Bernhagen alias Reuchlin schummelte: Acht Kilometer hielt er durch, dann legte er Hut und Mantel ab. Ob die Aufgabe trotzdem als erfüllt gilt, dürfen jetzt die PZ-Leser entscheiden: Stimmen Sie ab

Die PZ-Leser genossen den herrlichen Blick nach Mühlhausen und zur Enz. Und schließlich wartet noch eine Überraschung auf sie. Mitten in den Weinbergen hatte Bertram Haak von der Genossenschaftskellerei Rosswag-Mühlhausen eine Weinprobe vorbereitet.

Während die Wanderer einen Lemberger genossen, sorgten Schüler der Grundschule Mühlhausen für Unterhaltung. „Der Wind, der alte Musikant“ sangen fast alle der 18 Schüler. Nur ein Junge presste die Lippen aufeinander. „Warum hast Du nicht mitgesungen“, wollten die PZ-Wanderer schließlich wissen. „Ich muss die Melodie machen“, konterte der Kleine.

Melodisch ging es dann auch gleich weiter. Betram Haak überraschte nach der Weinprobe mit einem Ständchen auf der Violine. Die Zuhörer zeigten sich begeistert. Schließlich packte dann auch Wanderer Werner Renninger seine Mundharmonika aus und spielte.

Dann trieb es die Gruppe weiter. Schließlich wartete noch eine gehörige Strecke. Und so ging es nach der Stärkung weiter durch Mühlhausen in Richtung Lomersheim. Dann wurde es ernst. Der Aufstieg auf die Wiernsheimer Platte brachte die Wanderer ins Schwitzen. Für Verschnaufpausen sorgte Naturparkführer Roland Straub. Er unterhielt die Wanderer mit geschichtlichen Informationen, aber auch lustigen Anekdoten.

Lediglich Johannes Reuchlin ließ sich die Ausführungen entgehen und glänzte mit Abwesenheit. Bernhagen trug das Kostüm zwar noch – allerdings im Rucksack. Erst im Ziel beehrte Reuchlin die Wanderer wieder. Doch dort gab es Wichtigeres.

Schließlich warteten nach den Strapazen Kaffee und Kuchen von der Bäckerei Klaus Dihlmann aus Wurmberg. Bürgermeister Jörg-Michael Teply steuert außerdem „echten Wurmberger Apfelsaft“ bei und lud die Wanderer gleich zu einer neuen Tour ein. „Wir haben hier seit kurzem den Hugenotten- und Waldenserpfad“, machte er Lust auf weitere Wanderungen.

Alles über Enzkreis extrem finden Sie hier.