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Ein Bad in der Riesenpfütze gefällig? PZ-Redakteur Sven Bernhagen kurz vor dem Absprung ins kühle Nass. © Tilo Keller
Enzkreis extrem: Ab zur dritten Etappe © Keller
15.10.2013

Enzkreis extrem nass: Leser trotzen Wind und Wetter

Am Dienstag ist alles extrem: Dauerregen, Wind und jede Menge Matsch. Die dritte Etappe der PZ-Wanderwoche „Enzkreis extrem“, die von Göbrichen nach Nöttingen führt, macht ihrem Namen alle Ehre.

Bildergalerie: Enzkreis extrem: Bei strömendem Regen nach Nöttingen

Bildergalerie: 2. Etappe bei Enzkreis extrem

Zu Beginn der Tour, kurz nach dem Start beim Friedhof in Göbrichen, peitscht der Wind den Wanderern regelrecht das Wasser ins Gesicht. Die Schuhe stecken im Matsch, hier und da sind riesige Pfützen zu meistern. Aber die PZ-Leser sind hart im Nehmen und mit Regenjacken und festem Schuhwerk gut ausgerüstet. Die übergeworfenen Regenponchos aus den AOK-Survival-Packs helfen zusätzlich.

Die gute Laune der Weggefährten von PZ-Redakteur Sven Bernhagen kann das schlechte Wetter nicht trüben: Während PZ-Volontärin Miriam Münderlein mit ihrem Regenschirm kämpft, tauschen die anderen fröhlich Kochrezepte und Urlaubsgeschichten aus. „Es ist schließlich nur Regen“, meint Kathrin Kulozik, die wie so einige der über 50 Mitwanderer in diesem Jahr bei jeder Etappe dabei ist.

Mit auf Wanderschaft ist diesmal auch Remchingens Alt-Bürgermeister Wolfgang Oechsle, der es nach 37 Jahren im Rathausbüro genießt, mehr Zeit an der frischen Luft verbringen zu können. Bewegung sei ihm sehr wichtig, weshalb er jede Gelegenheit dafür nutze. Der Regen könne ihm die Freude an der Teilnahme nicht nehmen.

Die erste kurze Pause führt die Wanderer unter eine Brücke am Eisinger Loch, die willkommenen Schutz vor Wind und Regen bietet. Das nutzt Manfred Strobel vom Schwarzwaldverein, um etwas über das Naturdenkmal abseits der Kreisstraße von Süden nach Göbrichen zu berichten. Dort befinden sich das alte und neue Eisinger Loch, die durch das Einbrechen von unterirdischen Hohlräumen entstanden sind. Dann werden wieder die Kapuzen geschnürt, die Schirme aufgespannt und weiter geht es in Richtung Ispringen.

Die Socken von PZ-Volontärin Miriam sind bereits feucht, die durchnässte Hose klebt an den Oberschenkeln. Eigentlich nicht schön, aber die Gruppendynamik lässt keine schlechte Stimmung aufkommen. Das Motto am Wander-Dienstag lautet: Bei schönem Wetter kann ja jeder wandern! Und irgendwie stimmt das auch. Der Regen macht die Route spannender. Der Aufstieg im Wald bei Ispringen ist matschig, das Laub glitschig, Konzentration ist gefragt. Und plötzlich wird es auch noch neblig.

Passiert ist glücklicherweise nichts. Wie Jens Gaidetzka vom DRK Neuenbürg berichtet, sei keiner ernsthaft gestürzt. Der Rettungshelfer begleitet die Wanderer und kann im Notfall Erste Hilfe leisten. Außerdem seien alle sehr gut mitgekommen. Und das ist gar nicht so selbstverständlich, wie man meinen könnte. Das Tempo der PZ-Wanderer ist knackig.

Nach 16,5 Kilometern am Ziel bei der TV-Halle in Nöttingen angekommen, werden die Wanderer mit erfrischenden Getränken von Ensinger und stärkenden Backwaren von Nöttingens Bäcker Werner Rebmann empfangen, bis es mit dem Eberhardt-Bus wieder nach Hause geht.

Eine Etappe der Extreme also: Vor allem für die untrainierte PZ-Volontärin, deren letzte Wanderung etwa drei Jahre zurück liegt. Und die jetzt erst einmal die Füße hochlegt.

 

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