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Kräfte für den Klimaschutz bündeln: Der Enzkreis ist dafür beim ebz eingestiegen. Das besiegelten der frühere Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller, Kreishandwerksmeister Rolf Nagel, SWP-Chef Wolf-Kersten Meyer, Notar Philipp Glagowski, Landratstellvertreter Wolfgang Herz, SWP-Aufsichtsrat und Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt und SWP-Geschäftsführer Thomas Engelhard (vorne von links). Hinten von links: Kreis-Klimaschutzbeauftragte Edith Marqués Berger, Nagels Stellvertreter Joachim Butz und die ebz-Geschäftsführer Mathias Morlock und Christian Schneider.   Foto: Seibel
Kräfte für den Klimaschutz bündeln: Der Enzkreis ist dafür beim ebz eingestiegen. Das besiegelten der frühere Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller, Kreishandwerksmeister Rolf Nagel, SWP-Chef Wolf-Kersten Meyer, Notar Philipp Glagowski, Landratstellvertreter Wolfgang Herz, SWP-Aufsichtsrat und Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt und SWP-Geschäftsführer Thomas Engelhard (vorne von links). Hinten von links: Kreis-Klimaschutzbeauftragte Edith Marqués Berger, Nagels Stellvertreter Joachim Butz und die ebz-Geschäftsführer Mathias Morlock und Christian Schneider. Foto: Seibel
15.12.2015

Enzkreis ist nun mit an Bord beim Energie- und Bauberatungszentrum ebz

Gedauert hat es eine Weile mit dem letzten Baustein, der das traditionsreiche Energie- und Bauberatungszentrum (ebz) am Sandweg in Pforzheim vollends zu einer echten Energieagentur macht. Die Kreishandwerker, gemeinsam mit den Stadtwerken Pforzheim (SWP) bislang die Stützen der Einrichtung, werben schon lange für ein stärkeres Engagement des Kreises. Und zuletzt nahm sich das Regierungspräsidium Karlsruhe rund ein halbes Jahr Zeit, um die neuen Gesellschafterverträge zu prüfen. Am Dienstag nun wurde der Einstieg des Enzkreises besiegelt.

„Was lange währt, wird endlich gut“: Diesen kleinen Seitenhieb konnte sich Kreishandwerksmeister Rolf Nagel nicht verkneifen. Ansonsten herrschte nichts als Freude über den neuen Gesellschafter. Der Enzkreis übernimmt 26 Prozent des ebz, Stadtwerken und Kreishandwerkern bleiben damit je 37 Prozent. Mit dem neuen Vertrag kommen auch neue Dienstleistungen. Einen Ruf hat sich das ebz bereits damit erworben, dass Bürger bei Vorhaben beraten wurden, die den Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden senken. Künftig wird auch die Kommunalberatung zu Klimaschutz und Energiesparen möglich. Unter Federführung des Kreises, der dafür eineinhalb Stellen schafft. Ausgeschrieben wird dabei der Posten eines zusätzlichen ebz-Geschäftsführers des Kreises – neben Mathias Morlock von der Kreishandwerkerschaft und Christian Schneider für die SWP.

Wolf-Kersten Meyer, Vorsitzender der SWP-Geschäftsführung, freut sich über die künftige Rolle des Kreises. Der frühere Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller habe dafür Kärrnerarbeit geleistet, lobte er. Und Roger Heidt, Pforzheims Erster Bürgermeister, SWP-Aufsichtsratsvorsitzender und Meyers designierter Nachfolger, freut sich, dass mit ebz und neuer Leitstelle für Feuerwehren und Rettungsdienste künftig zwei wegweisende Einrichtungen als Paradebeispiele für die Zusammenarbeit von Stadt und Enzkreis zu finden sind.

Für Landratstellvertreter Wolfgang Herz hat die Verzögerung der Vertragsunterzeichnung sogar einen Vorteil: Das Signal zu Klimaschutz und Energiesparen komme passend zur Unterzeichnung des Weltklimavertrags in Paris. Auf jeden Fall sei die künftige Zusammenarbeit ein guter Tag für den Klimaschutz in Pforzheim und im Enzkreis. Im Landratsamt wird der künftige Geschäftsführer einen Geschäftsbereich Kommunalberatung führen. Daneben hat das Landratsamt, längst Träger des goldenen Klimaschutzpreises European Energy Award, eine eigene Stabsstelle für solche Aufgaben unter Leitung von Edith Marqués Berger. Und mit den Kommunen knüpft der Kreis derzeit an einem „Netzwerk Energieeffizienz“.

Dass Kommunen künftig eine Anlaufstelle für Klimakonzepte oder für Quartiersanierungen haben, ist auch für Kreishandwerksmeister Rolf Nagel eine entscheidende Ergänzung für das ebz. „Unsere ‚Energieagentur‘ ist damit eigentlich komplett“, sagt er.