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Bei der Ideenschmiede für die Bewerbung um die „Bio-Musterregion“ wirkten unter Federführung von Dezernentin Hilde Neidhardt (Bildmitte, mit schwarzem Jackett) zahlreiche Fachleute mit. Foto: Enzkreis
Bei der Ideenschmiede für die Bewerbung um die „Bio-Musterregion“ wirkten unter Federführung von Dezernentin Hilde Neidhardt (Bildmitte, mit schwarzem Jackett) zahlreiche Fachleute mit. Foto: Enzkreis
07.12.2017

Enzkreis möchte bei Öko-Produkten spitze sein

Enzkreis. Titel einer „Bio-Musterregion“ angestrebt: Kreis will sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen.

Zum Hintergrund: Der Kreistag hat Anfang November beschlossen, dass der Enzkreis am Wettbewerb um den Titel „Bio-Musterregion“ teilnimmt. Das Land Baden-Württemberg vergibt den Titel 2018 an den Landkreis, der die besten Ideen zur Förderung seiner regionalen Biohöfe vorlegt. Regionale Bauern sollen auf dem lokalen Markt mit ausländischen Konkurrenten mithalten können. Stuttgart unterstützt die Region, an die der Titel geht, finanziell bei der Umsetzung ihrer Ideen. Laut Hilde Neidhardt vom Landratsamt konsumiert die Bevölkerung im Enzkreis Bioware in großer Menge: „Wir wollen, dass die hohe, steigende Nachfrage nach Bio möglichst von regionalen Landwirten gedeckt wird. Bio soll von hier kommen, nicht aus Spanien oder von außerhalb.“ Das bedeute auch kürzere Transportwege, was zusätzlich zum Klimaschutz beitrage.

Der Enzkreis hat im Vergleich mit anderen Kreisen bereits überdurchschnittlich viel Biofläche. Zehn Prozent aller Enzkreisbauern betreiben derzeit einen Biohof. Wenn das Landratsamt den Titel nach Hause holt, will Hilde Neidhardt neue Anreize für Biobauern setzen, noch mehr Bio zu produzieren. Weitere Betriebe sollen auf Bio umzustellen: „Wir schaffen dann ein stabiles Abnehmerfeld. Die Waren werden direkt vermarktet und abgesetzt. Sie sollen direkt an den Kunden gehen, also an die lokale Gastronomie, den Lebensmitteleinzelhandel und die Schulen.“ Die Biobauern könnten somit sicher sein, dass die anfänglichen Mehrkosten durch die Umstellung auf Bio, Neueinstellungen und neue Geräte sich am Ende lohnen.