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25.03.2008

Enzkreis will Schulden nicht dulden

ENZKREIS. Mit fast 57 Millionen Euro sollte der Enzkreis, laut mittelfristiger Finanzplanung, Ende dieses Jahres in der Kreide stehen. Doch in Wirklichkeit drücken den Kreis dann nur stark 26 Millionen Euro Schulden. Über diese Entwicklung klärten Landrat Karl Röckinger und Finanz-Dezernent Frank Stephan während der Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2007 auf.

Darlehen kräftig abgebaut

Zwar hatte der Kreistag vorausschauend die mittelfristige Finanzplanung und damit 17 Millionen Euro neue Kredite abgesegnet, dieses Geld wurde aber nicht benötigt. Hinzu kommt: Es wurden nicht nur neue Schulden vermieden, „sondern auch mehr als zwei Millionen Euro jährlich getilgt“, wie Röckinger betont. So konnten die Darlehen seit 2003 und bis Ende 2008 sogar um rund 9,5 Millionen Euro abgebaut werden.

Auch Stephan macht deutlich: „Wir sind froh, dass in der Amtszeit des Landrats und auch seit ich Dezernent bin, kein einziger Cent Kredit aufgenommen werden musste.“ Röckinger steht seit 2002 an der Spitze des Enzkreises, Stephan ist seit 2003 der Herr über die Finanzen.
Allerdings: Mit den roten Zahlen im Kernhaushalt allein ist es nicht getan. Für die Abfallwirtschaft des Enzkreises stehen Ende dieses Jahres weitere Darlehen über 5,32 Millionen Euro zu Buche. Doch diese Summe war ebenfalls schon deutlich höher. Stephan wartet mit der beruhigenden Botschaft auf: „Diese Kredite sind jährlich auch um Beträge zwischen 200 000 und 400 000 Euro geschrumpft.“

„Nachhaltiges Wirtschaften“

„Mit 224 Millionen Euro Kassenumsatz pro Jahr sowie 857 Arbeitskräften auf 681 Stellen sind wir ein mittelständischer Betrieb“, zieht der Finanz-Dezernent Vergleiche. „Mit Volldampf“ sei er jetzt schon dabei, die Daten für den Haushaltsplan 2009 zu erheben. Röckinger und Stephan wollen auch künftig „nachhaltig wirtschaften“, versprechen beide. Die Devise des Landrats lautet: „Wir dürfen für künftige Generationen keine Schulden auftürmen.“