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21.04.2009

Enzkreis-Internetgipfel: Wo geht es hier zur schnellen Daten-Autobahn?

ENZKREIS. Auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) fordert die Landkreise beim Ausbau schneller Internetzugänge zum Handeln auf. Sein Ministerium begrüße es, wenn sich die Kreise um die Breitbandversorgung auf dem Land kümmern, sagt Hauk. Das ist Wasser auf die Mühlen des FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Rülke, der das Landratsamt aufgefordert hatte, die Kommunen hierbei zu unterstützen.

Rülke hatte den Minister für den ländlichen Raum gefragt, ob die Landkreise Aktionen federführend koordinieren sollen.

Anerkennung für Kreis Calw

Minister Hauk lobt die Initiativen der Landkreise Calw und Freudenstadt, eine Beratungsfirma ins Boot zu holen, die den Orten genaue Angaben über bereits verlegte Leitungen macht und sie zudem unterstützt, wenn sie das Kommunikationsnetz ausbauen wollen.

Gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum drängte Rülke Landrat Karl Röckinger, einen Internet-Gipfel zu starten, wie die PZ berichtet hat. Kreischef Röckinger hatte dagegen lange darauf beharrt, der Enzkreis habe seine Hausaufgaben bereits gemacht.

Doch dann lenkte Röckinger ein. Der Gipfel zur Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen ist nun am 29. April in Pforzheim – Krichbaum und Röckinger haben in einem gemeinsamen Schreiben die Rathauschefs aus dem Enzkreis sowie mehrere Netzanbieter zu dem Breitbandgipfel eingeladen.

Die Antwort des Landwirtschaftsministers zeige, dass „das Landratsamt mehr tun könne und es in anderen Kreisen wohl besser funktioniere“, sagt Rülke. „Es wird höchste Zeit, dass der Enzkreis auch in die Puschen kommt“, mahnt Rülke den Landrat. Vom Internet-Gipfel erwartet Rülke „erhebliche Impulse“ für den Ausbau des Breitbandnetzes.