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Die Enzkreis-Landwirte befürchten Nachteile durch die EU. © Seibel
10.12.2010

Enzkreis-Landwirte befürchten Nachteile durch die EU

KELTERN. Nicht einverstanden ist der Kreisbauernverband Enzkreis mit den Vorschlägen von EU-Agrarkommissar Dacian Cilos. Er präsentierte am Freitagnachmittag auf dem Aussiedlerhof von Claus Dieter Bischoff in Keltern-Dietlingen einer Politikerrunde mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten eine sechsseitige eng bedruckte Liste mit Problemen und Forderungen zur Verbesserung der Ertragslage.

Bildergalerie: Hofbesuch bei Claus Bischoff in Dietlingen

Besonders kritisieren die Enzkreis-Bauern die Absicht des EU-Kommissars, im Rahmen der anstehenden Umverteilungsdebatte Obergrenzen bei den Zuschüssen festzulegen. Dies könne sich nachteilig auswirken, weil die Durchschnittsgröße der Betriebe in der EU bei 13 Hektar, im Enzkreis aber bei 34 Hektar liege. "Damit würden Gelder, die durch eine Deckelung oder Degression gewonnen werden und kleineren Betrieben zugute kommen sollen, kaum an die bäuerlichen Familienbetriebe im Enzkreis gehen", befürchten Kreisbauernverbands-Chef Ulrich Hauser und der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Jan Schwarting. Zusammen mit Enzkreis-Landrat Karl Röckinger und den Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD), Memet Kilic (Grüne) und Erik Schweickert (FDP) sowie den Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Rülke (FDP) und Thomas Knapp (SPD) wurde anschließend in nichtöffentlicher Runde über mögliche Lösungen diskutiert.