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„Raus aus dem Krisenmodus, zurück zur Normalität“: So lautet nach der Flüchtlingskrise das Motto der Kreisverwaltungsspitze mit (v. links) Roland Hübner, Katja Kreeb, Landrat Karl Röckinger, Wolfgang Herz, Frank Stephan und Hilde Neidhardt .
„Raus aus dem Krisenmodus, zurück zur Normalität“: So lautet nach der Flüchtlingskrise das Motto der Kreisverwaltungsspitze mit (v. links) Roland Hübner, Katja Kreeb, Landrat Karl Röckinger, Wolfgang Herz, Frank Stephan und Hilde Neidhardt .
Asyl-Erstunterkünfte werden oft zu dauerhaftem Wohnraum – dann unterm Dach der Kommunen statt des Kreises.
Asyl-Erstunterkünfte werden oft zu dauerhaftem Wohnraum – dann unterm Dach der Kommunen statt des Kreises.
30.03.2017

Enzkreis-Verwaltung ist durch die Flüchtlingskrise kräftig gewachsen

Wären im ganzen letzten Jahr weiter jeden Monat so viele Flüchtlinge in den Enzkreis gekommen wie Anfang 2016, hätten die Verwaltung das nicht mehr lange durchgehalten.“ Mit diesen Worten umschreibt Sozialdezernentin Katja Kreeb noch einmal, was die beiden vergangenen Jahre in der Kreisverwaltung hauptsächlich geprägt hat: die Versorgung der zahlreichen Asylbewerber. Erst die Schließung der Balkan-Route habe die Weichen so gestellt, wie es Landrat Karl Röckinger bei der Jahres-Pressekonferenz umschreibt: „Raus aus dem Krisenmodus, zurück zur Normalität.“ Die PZ gibt einen Überblick, wie sich diese Normalität darstellt.

Mehr Menschen, mehr Kreisbeschäftigte: Auch wenn die vielen Neuankömmlinge ausbleiben – Landrat Röckinger verweist zu Recht darauf, dass derzeit rund 3000 Menschen zusätzlich im Enzkreis leben. Dazu kommt laut Kreeb, dass auch der Zuzug aus Osteuropa oder der Türkei hoch ist – sie rechnet mit jährlich rund 2000 Menschen mehr. Das schafft Herausforderungen für den Wohnungsmarkt. Aber auch beim von Dezernent Roland Hübner verantworteten Jobcenter steigen die Fallzahlen, die ansonsten beim Arbeitslosigkeitsmusterkind Enzkreis niedrig sind. Zu stemmen ist alles nur mit mehr Personal, wie Finanzdezernent Frank Stephan nachzeichnet. Auch deshalb ist die Kreisverwaltung seit 2013 von 903 auf 1028 Beschäftigte gewachsen.

Wohin mit den Mitarbeitern? Das Landratsamt ist mittlerweile auf viele Gebäude in Pforzheim verteilt – bis hinauf auf die Wilferdinger Höhe. Das soll aber nur eine Momentaufnahme sein, macht Landrat Röckinger klar. Sein Ziel eines neuen Landratsamtsgebäudes auf dem vorbereiteten Areal an der Ebersteinstraße werde noch im Laufe dieses jahres konkreter und damit reif für den Kreistag, so Röckinger. Ansonsten ist das Vorhaben Beleg für die Rückkehr zur Tagesordnung. Im Baubereich seien lange Zeit viele Kräfte für die benötigten Asylunterkünfte gebunden worden. Jetzt seien sie wieder frei für andere Aufgaben.

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