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Elke Hofmann (links) und Anke Brosch mit Tochter Elli (vorne).  Foto: Wießler 

Erfolgreiche Premiere: Viele Anbieter beim ersten Garagenflohmarkt in Eisingen

Eisingen. Nach über einem Jahr Corona-Zwangspause nahmen die Eisinger den Garagenflohmarkt am Samstag zum willkommenen Anlass, nach Trödel und kleinen Schätzen zu suchen, aber auch, um mit den Händlern ins Gespräch zu kommen. In der Hofeinfahrt der Steiner Straße 4 war Yvonne Moschner-Fehrentz eifrig am Diskutieren mit zwei Kundinnen. Diese begutachteten die Stoffe, die Moschner-Fehrentz vor ihnen ausgebreitet hatte. Gatte Thilo verfolgte schmunzelnd das Verhandlungsgespräch. „Die selbstgemachten Handarbeiten meiner Frau sind der Renner. Auch die getöpferten Tiere, Blumen und Schalen kommen prima an“, sagte Moschner. Teilweise drängelten sich bis zu vier Käufer gleichzeitig vor den Tapeziertischen.

Etwas versteckt lag die Hofeinfahrt der Brunnenstraße 2. Wäre Elli nicht gewesen, die davor saß und fröhlich winkte, wären potenzielle Schnäppchenjäger glatt an der Seitengasse vorbeigegangen. „Elli ist eine Spitzenverkäuferin“, lobte denn auch Mutter Anke Brosch die Achtjährige. „Sie spricht die Leute an und lotst sie hierher.“ „Beim nächsten Mal hängen wir Luftballons an den Eingang oder gleich einen Besen wie bei einer Besenwirtschaft, damit man uns von weitem sieht“, lachte Elke Hofmann. Die beiden Frauen verkauften gemeinsam mit Karl Raus, dem mit über 85 Jahren ältesten Teilnehmer im Feld, „alles, was aus Küche und Keller raus sollte“.

An der Steiner Straße 21 hatte Lara Müller ihren Stand aufgebaut. Hier bot sie nicht nur alte Schallplatten, Handtaschen und Bücher an, sondern auch Sprudel, Sekt, Bier und Limonade zum kleinen Preis. Die junge Frau gehört zur Initiative „Gemeinsam für Eisingen“ wie Michael Oesterle, der bei ihr vorbeischaute. Die Fraktionsmitglieder hatten diese Veranstaltung ins Leben gerufen, um das das Zusammenleben in der Gemeinde aktiv fördern. Um zu schauen, ob es wirkte, drehte Oesterle gemeinsam mit Gemeinderats-Kollege Ulrich Metzger eine Runde zu den 45 Teilnehmern. „Die Resonanz ist überwältigend“, freute sich Oesterle. „Keine Standmiete, kurze Wege, kurzum: Alle finden, es ist eine super Aktion.“ Manche Händler wollen ihre Einnahmen den Hochwasseropfer spenden, erklärte Metzger.