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Stolz haben Calws Landrat Helmut Riegger (von rechts), Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn und Olaf Späth von der Touristik und Kur den Weißtannenerlebnispfad eröffnet. Auf vier Kilometern Länge gibt es an zwölf Stationen viel zu entdecken.  Falk
Stolz haben Calws Landrat Helmut Riegger (von rechts), Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn und Olaf Späth von der Touristik und Kur den Weißtannenerlebnispfad eröffnet. Auf vier Kilometern Länge gibt es an zwölf Stationen viel zu entdecken. Falk
23.06.2017

Erlebnispfad für Jung und Alt in Schömberg

Schömberg hat große Pläne, den Tourismus in der Gemeinde wieder anzukurbeln. Ein „Puzzleteil der neuen touristischen Ausrichtung“, wie Bürgermeister Matthias Leyn es nennt, soll der Weißtannenerlebnispfad werden, der am Freitag eröffnet worden ist.

Der vier Kilometer lange Weg für die ganze Familie ist vom Schotterparkplatz oberhalb des Kurhauses sowie vom Rathaus aus zu erreichen. Für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer sind nicht alle Teile der Strecke geeignet, es gibt jedoch Ausweichrouten. An zwölf Stationen können Jung und Alt viel erleben und lernen. Durch die interaktive Gestaltung handelt es sich um keinen klassischen Lehrpfad.

Mit über 50 Prozent Anteil am Schömberger Wald sei die Weißtanne der Baum schlechthin in der Gemeinde, meinte Olaf Späth von der Touristik und Kur, der die Idee zu dem Projekt hatte. „Wenn die Leute in den Schwarzwald kommen, erwarten sie, etwas über Wälder und Bäume zu hören“, so Späth. Deshalb sei es richtig, diese Themen aufzugreifen.

Rund 48 000 Euro hat der Pfad gekostet, 60 Prozent davon werden von der Leader Aktionsgruppe Nordschwarzwald gefördert. In nur vier Wochen wurde das Projekt umgesetzt. Der Weg dahin war jedoch etwas länger, erinnerte sich Bürgermeister Leyn: „Gut Ding will Weile haben.“ Die ersten Konzepte habe es bereits im Jahr 2014 gegeben. „Jetzt können wir den Pfad mit Leben füllen“, so der Rathauschef.

Die Lage in der Nähe des Kurparks sei bewusst gewählt worden. Dort startet und endet der Pfad. Calws Landrat Helmut Riegger lobte die Bemühungen des Kurorts, sich touristisch neu auszurichten: „So kann Schömberg wieder da hinkommen, wo es hingehört“, sagte Riegger: „Die Gemeinde hat die idealen Voraussetzungen, Tourismus zu leben.“

Der Fremdenverkehr sei nicht nur in Schömberg ein großes Thema, so der Landrat, der von einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor sprach: „Im ganzen Kreis Calw arbeiten fast 300 Betriebe in der Touristikbranche.“