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Salim Gakou (rechts) und Gerd Göhringer. Foto: Lorch
Salim Gakou (rechts) und Gerd Göhringer. Foto: Lorch
28.02.2017

Erleichterung in Langensteinbach: Junger Flüchtling aus Gambia wird doch nicht abgeschoben

Karlsbad. Nun also doch: Der 20-jährige Gambier Salim Gakou, der eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Langensteinbach begonnen hat, aber als abgelehnter Asylbewerber nach Italien abgeschoben werden sollte und als letztes Mittel Kirchenasyl in Spielberg erhalten hatte, wird doch nicht abgeschoben und kann seine Ausbildung im Bio-Laden „Göpi“ fortsetzen.

Dessen Geschäftsführer Gerd Göhringer zeigt sich ebenso erleichtert wie seine Mitarbeiter und der evangelische Pfarrer von Spielberg, Theo Breisacher. Auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“ erläutert der Jurist und Flüchtlingsreferent des Oberkirchenrats, Jürgen Blechinger, seitens des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sehe man den Fall nun als in Deutschland lösbar an. Zwar müsste Gakou nach den Buchstaben des Dubliner Abkommens in Italien Asyl beantragen, weil er dort nach seiner Flucht zuerst angelandet war, doch die italienische Justiz sei völlig überlastet und ein faires Verfahren nicht möglich, so die Kirche. Hinzu kommt: Laut der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit handelt es sich bei der Lehrstelle um einen Mangelausbildungsberuf. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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