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Mehr als zwölf Jahre nach einem beinahe tödlichen Angriff auf

eine Pforzheimer Polizistin ist der Angeklagte Harry Wörz im Oktober

zum zweiten Mal freigesprochen worden. Die Frage nach dem

Verantwortlichen ist weiter offenen.
Mehr als zwölf Jahre nach einem beinahe tödlichen Angriff auf eine Pforzheimer Polizistin ist der Angeklagte Harry Wörz im Oktober zum zweiten Mal freigesprochen worden. Die Frage nach dem Verantwortlichen ist weiter offenen. © dpa
22.06.2010

Ermittlungen gegen Polizist im Fall Wörz ziehen sich hin

BIRKENFELD/KARLSRUHE. Der Fall Harry Wörz und der Mordanschlag auf seine Ex-Frau Andrea Z. harren weiter der Aufklärung: Die Ermittlungen gegen den verdächtigen Polizisten Thomas H. ziehen sich hin, ein Ende sei derzeit nicht absehbar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Karlsruhe auf Anfrage.

Das Landgericht Mannheim hatte Wörz aus Gräfenhausen im Oktober 2009 vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen. Stattdessen rückten die Richter den Polizeibeamten, damals der Liebhaber des Opfers, als Verdächtigen in den Blickpunkt. Der Polizist ist im Januar 2010 suspendiert worden. Die Anklagebehörde ermittelt gegen ihn wegen versuchten Mordes. Andrea Z. war im April 1997 in Birkenfeld beinahe erwürgt worden. Sie ist seitdem schwerstbehindert und kann nicht mehr sagen, wer der Täter war. Der Polizist war neben Wörz ebenfalls verdächtigt worden. Die Ermittlungen konzentrierten sich aber auf den heute 44-jährigen Wörz, der 1998 zu elf Jahren Haft verurteilt wurde. Im Wiederaufnahmeverfahren wurde er 2005 freigesprochen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil 2006 auf. Das Landgericht Mannheim musste erneut verhandeln, sprach Wörz indes zum zweiten Mal frei.

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