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Bei der Polizei in Bad Wildbad hatte sich die 41-Jährige gestellt und angegeben, dass sie ihre Tochter getötet habe. Foto: Ketterl
Bei der Polizei in Bad Wildbad hatte sich die 41-Jährige gestellt und angegeben, dass sie ihre Tochter getötet habe. Foto: Ketterl
03.02.2017

Ermittlungen zu Suizid von Mutter aus Wildbad dauern an

Bad Wildbad. Wie kann es passieren, dass sich Menschen umbringen, die unter ärztlicher Aufsicht sind oder im Gefängnis sitzen? Diese Frage stellt sich immer wieder. Zuletzt, nachdem ein kleines Mädchen in Bad Wildbad mutmaßlich von der eigenen Mutter erstickt worden ist und sich diese wenige Tage später in einer psychiatrischen Klinik im Landkreis Biberach erhängt hat.

Mutter tötet in Bad Wildbad fünfjährige Tochter

Die Patientin wurde im Wilfried-Rasch-Haus des Zentrums für Psychiatrie in Bad Schussenried behandelt. Dort war die 41-Jährige aufgrund eines richterlichen Beschlusses untergebracht. Die Zentren für Psychiatrie stehen unter der Aufsicht des Landes Baden-Württemberg. Auf Nachfrage von PZ-News gab das zuständige Ministerium an, dass das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz die Behandlung der Patienten in Bad Schussenried regelt.

Die Unterbringung erfolge regulär in Zweibettzimmern. Isolierungen und Zimmereinschlüsse richteten sich ebenfalls nach den gesetzlichen Vorschriften. „Die Abstände der Überwachung von Patienten sind nach den Erfordernissen des Einzelfalls festzulegen“, schreibt Nikolai Worms von der Pressestelle des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hatte eine Pflegekraft die Frau am Montagmorgen entdeckt und einen Arzt gerufen, der allerdings nur noch den Tod der 41-Jährigen feststellen konnte. Zu den Umständen der Selbsttötung in der psychiatrischen Klinik ermittelt die Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ulm im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg. „Es wird überprüft, ob ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten vorliegt“, sagte Staatsanwalt Karl-Josef Diehl.

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