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Die A8 ist für viele Autofahrer ein Sorgenkind.  Foto: Jürgen Sautter 

Erneut verschobener A8-Ausbau: Wie das Regierungspräsidium jetzt für einen besseren Ablauf sorgen will

Enzkreis/Pforzheim. „Stümper“ und „Schlamperei“ entfuhr es den FDP-Landtagsabgeordneten Erik Schweickert und Hans-Ulrich Rülke, als sie erfuhren, dass die Planer den sechsspurigen Ausbau der A 8 im Enztal erneut verschoben haben – auf das zweite Halbjahr 2020. „Vollkommen unverständlich“ ist die Verzögerung für den Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum (CDU).

Sauer ist Regierungspräsidentin Sylvia Felder darüber, dass der sechsspurige Ausbau der A8 im Enztal erneut verschoben werden muss. Die Planungsgemeinschaft – nach PZ-Informationen die Unternehmen Werner Consult aus Wien sowie Leonhardt, Andrä und Partner aus Stuttgart – habe „die Ausmaße des Projekts unterschätzt“. Was aber sagen die beiden Firmen zu diesem Vorwurf? Die österreichische Firma mochte gestern auf Anfrage der PZ erst intern darüber beraten, ob sie auf die Kritik antwortet. Die Geschäftsführung von Leonhardt, Andrä und Partner wollte keine Stellungnahme abgeben.

Im Raum bleiben die harschen Rügen des RP gegen die zwei Büros, die nun monatlich Berichte vorlegen müssen, ob sie den Zeitplan für die Ausschreibung der Bauarbeiten Anfang kommenden Jahres einhalten. Warum eigentlich nicht wöchentlich, wo doch jede weitere Verzögerung mehr Geld kostet? Das fragten sich von der PZ angesprochene Ingenieure.

Tatsächlich sind die Kosten seit den ersten Diskussionen über die neue A8 auf den doppelten Betrag gestiegen. 2004 schätzte das RP die Summe auf 75 Millionen Euro. Als sich die Planer des Landes zehn Jahre später auf Druck von Hermann mit Anwohnern und Kommunen auf besseren Lärmschutz einigten, waren 150 Millionen Euro nötig. Und zwischen dem Rechtsbeschluss des RP 2014 bis zur anvisierten Vergabe der Bauarbeiten liegen noch einmal fünf Jahre.

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