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Tierquäler in der Region

Klein, süß – und eingesperrt: Dieser Mopswelpe muss in Quarantäne bleiben, bis sichergestellt ist, dass von ihm keine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier ausgeht.
Klein, süß – und eingesperrt: Dieser Mopswelpe muss in Quarantäne bleiben, bis sichergestellt ist, dass von ihm keine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier ausgeht. © Enzkreis
11.06.2013

Erneuter Fall von illegalem Hundehandel aufgedeckt

Enzkreis. Ein weiterer gravierender Fall der illegalen Einfuhr von Hundewelpen beschäftigt derzeit die Veterinärbehörden der Stadt Pforzheim und des Enzkreises: Nach den derzeitigen Ermittlungen wurden in den letzten Wochen zahlreiche Mopswelpen aus einem nicht zur EU gehörenden Balkanstaat nach Deutschland gebracht und hier ohne die erforderliche tierschutzrechtliche Erlaubnis zum Kauf angeboten.

Das ist an sich schon schlimm genug; im vorliegenden Fall kommt aber noch hinzu, dass die Welpen bereits im Alter von weniger als acht Wochen von ihrer Mutter getrennt und ohne obligatorischen Tollwut-Impfschutz „importiert“ wurden. Die Veterinärämter mussten daher – auch zum Schutz der neuen Besitzer – zwei Hundewelpen beschlagnahmen und unter eine voraussichtlich drei Monate währende Quarantäne stellen.

Dr. Siegfried Rempfer und Dr. Ulrich Dura, die Leiter der beiden Veterinärbehörden, stellen übereinstimmend fest: „Der Handel mit Tieren im Internet nimmt in letzter Zeit immer stärker zu.“ Leider seien unter denjenigen, die dort Kleinanzeigen aufgeben, auch immer mehr „schwarze Schafe“. „Nicht genug, dass sie diese jungen Hundewelpen, die besonders süß und deshalb leicht zu verkaufen sind, bereits nach kurzer Zeit dem Muttertier entreißen – viel schlimmer ist es, dass Hunde ungeimpft nach Deutschland eingeschleust werden, wo sie eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier darstellen“, ärgern sich die Tierärzte.

Deshalb sollte jeder, der auf diesem Weg ein Tier erwerben will, sorgfältig darauf achten, ob es sich beim Verkäufer um einen vertrauenswürdigen Anbieter handelt. Als Nachweis der Zuverlässigkeit gilt eine vom Veterinäramt erteilte Erlaubnis nach Paragraph 11 Tierschutzgesetz. „Fehlt eine solche und wird anhand des Impfausweises festgestellt, dass das Tier aus einem Land außerhalb der Europäischen Union stammt, dann ist Vorsicht geboten“, warnen die Behörden.

Weitere Informationen gibt es beim Veterinärdienst der Stadt Pforzheim unter Tel. 07231 39-2395 und beim Verbraucherschutz- und Veterinäramt Enzkreis, Tel. 07231 308-9401, E-Mail Veterinaeramt@enzkreis.de.