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Das Bürgerhaus Ersingen steht seit 1598 im Ort. Foto: Manfred Schott
Das Bürgerhaus Ersingen steht seit 1598 im Ort. Foto: Manfred Schott
22.10.2015

Ersingen: Foyer des Bürgerhauses wird nicht saniert

Das Foyer des Bürgerhauses Ersingen wird bis auf weiteres nicht saniert und bekommt damit auch keinen barrierefreien Zugang. Trotz der im Haushalt 2015 bereit gestellten Mittel in Höhe von 90 000 Euro lehnte der Gemeinderat mit der Stimmenmehrheit von CDU und Liste Mensch und Umwelt den Verwaltungsvorschlag zum Start der Sanierung ab.

Das Bürgerhaus Ersingen wurde 1977 zum Vereinshaus umgestaltet. Der Verein für Heimatpflege und Kultur Kämpfelbach hat in den drei Dachgeschossebenen vor zehn Jahren ein Heimatmuseum eingerichtet. In den letzten Jahren wurde in dem Gebäude viel renoviert. Bereits bei der Klausurtagung des Gemeinderats 2014 wurde besprochen, dass auch das Foyer im Erdgeschoss saniert und vor allem ein barrierefreier Zugang entstehen soll.

Um das ganze Gebäude bis zum Heimatmuseum im Dachgeschoss barrierefrei zu machen, müsste ein Außenaufzug eingebaut werden. Dass diese etwa 150 000 Euro teure Maßnahme vorerst nicht zur Ausführung kommt, darüber war man sich im Rat von Anfang an einig. Bei der jüngsten Sitzung erläuterte Architekt Frank Morlock seine Sanierungsvorschläge mit einer Kostensumme von 95 000 Euro. Dabei ist in Richtung Haupteingang eine Rampe und ein neues Eingangspodest, alles aus Sandstein, vorgesehen. Im Innenraum sollen natursteinfarbene Bodenfließen verlegt werden. Die Wände sollen eine neue Oberfläche erhalten. Soweit möglich wird die alte Fachwerkdecke wieder herausgearbeitet. Auch sind neue Innentüren mit Brandschutzfunktion vorgesehen.

Am Brandschutz entzündete sich dann auch die Diskussion. Christine Fischer (Liste Mensch und Umwelt) bezeichnete den Brandschutz als „fatal“. Sie forderte eine Brandschutzaußentreppe an der Giebelseite. Seitens der CDU wurde die Klärung von Brandschutzfragen vor den Baubeschluss gestellt. Sowohl der Architekt als auch die Verwaltung machten deutlich, dass erstens die Brandschutzfrage beim Einbau des Heimatmuseums geprüft und entsprechend ausgeführt worden sei und zweitens im Juli dieses Jahres ein Brandschutzbeauftragter in dem Gebäude keine Beanstandungen gehabt hatte.

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