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16.10.2015

Erste Bohrungen für den Ausbau der A8 im Enztal laufen an

Schaltet das Land bei der Vorbereitung des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn im Enztal einen Gang höher? Von Montag, 19. Oktober, an werde beidseitig neben der A 8 der Baugrund erkundet, kündigte Uwe Herzel als Sprecher des für die Arbeiten zuständigen Regierungspräsidiums (RP) an.

Die Bohrarbeiten dienten dazu, die Ausführung des geplanten Lärmschutztunnels am Enzberg festzulegen, so Herzel. Deshalb müsse untersucht werden, wie sich das Bauwerk dort auf die Igelsbachquelle auswirkt.

Wie die PZ berichtet hat, fordert die Gemeinde Niefern-Öschelbronn mehr Tempo beim Ausbau. Als Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor drei Tagen in Niefern zu Besuch war, machte sich Bürgermeister Jürgen Kurz bei ihm dafür stark, die Planungsstäbe des Landes zu verstärken. „Das RP muss personell leistungsfähig ausgestattet sein, sagte der Schultes dem grünen Regierungschef. Denn an der A 8 und B 10 seien „in nächster Zeit noch wichtige, dringliche Planungsarbeiten zu lösen“, der Jürgen Kurz.

RP-Sprecher Herzel sagt: „Wir arbeiten mit Hochdruck an den Plänen.“ Das jetzt anlaufende Bohrprogramm liefere Erkenntnisse, wie die neuen Fahrbahnen und die Brückenbauwerke angelegt werden müssen. Nach Abschluss der aktuellen Bohrproben am Karlsruher Hang werde der Baugrund auch am Wurmberger Hang unter die Lupe genommen.

Unterm Strich bleibe es dabei, dass die Hauptarbeiten an der A 8 im Enztal im Jahr 2018 beginnen, so das RP. Rund ein Jahr lang dauert es nach den Erfahrungen der bisherigen Projekte bei Remchingen oder vorher bei Wurmberg und Heimsheim, bis auch im Detail klar ist, wie die Bauwerke hochgezogen werden und wie der Bauablauf gestaltet werden sollte. Ein weiteres Jahr muss für die Vergabe an die Baufirmen veranschlagt werden. Der Bund investiert rund 150 Millionen Euro in den Umbau der A 8.