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Erste Initiative zur Energieeffizienzregion Nordschwarzwald © Zoller
22.01.2014

Erste Initiative zur Energieeffizienzregion Nordschwarzwald

Im Januar startete die IHK Nordschwarzwald landesweit die erste Initiative zur "Energieeffizienzregion Nordschwarzwald“. Für Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, setzt damit die Region Nordschwarzwald „Standards für die Standortqualität im Bewusstsein um die ökologische Verantwortung.“

Bildergalerie: IHK Nordschwarzwald startet landesweit erste Initiative zur "Energieeffizienzregion Nordschwarzwald“

Gemeinsam mit den Handwerkskammern Karlsruhe und Reutlingen, den Landratsämtern in Calw, Freudenstadt und dem Enzkreis, dem Regionalverband Nordschwarzwald, der Stadt Pforzheim sowie der Wirtschaftsfördergesellschaft Nordschwarzwald forciert er eine verstärkte Zusammenarbeit, um „bestehende Projekte und Initiativen zu stärken, gemeinsame Projekte zu entwickeln und umzusetzen.“ Über 120 Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßen das Vorhaben zur Positionierung des Nordschwarzwalds bei den Themen Energieeffizienz und Energiewende.

Burkhard Thost, Präsident der IHK Nordschwarzwald bezeichnet die wirtschaftlichen Chancen als so groß, dass die IHK Nordschwarzwald Patenschaften für einzelne Projekte übernimmt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes zu steigern. Selbst Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, der zum Symposium erschienen war argumentierte: "Die Energiewende kann nur gelingen, wenn alle Akteure zusammenstehen.“ Energieeffizienz bezeichnete er als einen "Eckpfeiler der Energiewende", der ungeheure Potenziale in sich berge.

Um unabhängig zu sein, sind regenerative Energieerzeugungen ein Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft. Energieeinsparungen und Energieverteilung sind weitere Bausteine auf dem Weg zur Ressourceneffizienz. Für Wolfgang Krieg, Bürgermeister der Höhengemeinde Dobel, sind die Herausforderungen der Zukunft nur dann zu meistern, wenn es Menschen gibt, die sich dieser Herausforderung stellen und Lösungen in der Forschung, Entwicklung und Industrialisierung erarbeiten.

Dobel im Nordschwarzwald liegt auf 720 Höhenmetern und glänzt mit dem Titel „Sonneninsel“. Das Energie-Potenzial von 1.600 Sonnenstunden im Jahr wirft Licht auf die Idee des Bürgermeisters der seine Gemeinde im Zukunftsthema Energie deutlich voranbringt. „Wir haben auf dem Dobel den einzigartigen Europa-Rundwanderweg“, so Krieg. Auf dem sechs Kilometer langen Weg stehen 28 Bänke, die die landesübliche Flaggenfarbe der europäischen Staaten zeigen. Wanderlust kombiniert mit Wissensdurst heißt die Devise. Der Wanderer hat die Möglichkeit, mehr über die Hauptstädte Europas zu erfahren und somit wissenswertes mit nach Hause zu tragen. Und genau das ist das Anliegen von Wolfgang Krieg: „Wir wollen unsere Ressourcen effizient nutzen und auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben.“

Auf dem Symposium nutzt er bei vielen Gesprächen die Chance die Idee seiner Junior Energie-Akademie zu präsentieren. Krieg will jungen Menschen einen guten Start in die Zukunft zu geben. „Mit unserem Outdoor-Klassenzimmer beschäftigen wir uns mit allen Fragen der Energieerzeugung“, so Krieg. „Wir bieten Jugendlichen ein Experimentierfeld, um Energieverteilung und Energieeinsparung an konkreten Versuchsaufbauten zu erproben.“ Mit diesem Ziel spricht Krieg dem Verantwortlichen der gelungenen Veranstaltung aus dem Herzen. Für Martin Keppler ist das Symposium ein Prozess, der angeschoben wurde, um sich 2015 mit effizienten Ergebnissen wieder zu treffen.