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Wahlhelfer bei der Auszählung im Rathaus: Die Stapel der beiden Kontrahenten wachsen gleichmäßig. Thomas Zeilmeier ist am Ende mit 53,6 Prozent vorn. Foto: Seibel
Wahlhelfer bei der Auszählung im Rathaus: Die Stapel der beiden Kontrahenten wachsen gleichmäßig. Thomas Zeilmeier ist am Ende mit 53,6 Prozent vorn. Foto: Seibel
05.02.2017

Erste Reaktionen nach einer packenden Ispringer Schultes-Wahl

Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler Ispringen stand im Wahlkampf besonders im Fokus. Wolfgang Ballarin setzt nun große Hoffnungen in den designierten Bürgermeister Thomas Zeilmeier. „Ispringen kann seine Visionen brauchen“, sagt er. Ballarin ist es bewusst, dass es im Gremium wegen des Wahlkampfes geknirscht hat. „Wir müssen jetzt wieder zusammenfinden“, gesteht er zu. Aufgaben gebe es in Ispringen genug.

Hans Sichermann von der CDU-Fraktion äußert sich vom Ergebnis etwas überrascht. Zeilmeier sei aber noch aus seiner Zeit als früherer Ispringer Bauamtsleiter mit seiner Tatkraft in Erinnerung geblieben. Sichermanns Erwartung: „Wir steigen jetzt vom D-Zug in den ICE um.“

Einen guten Wahlkampf habe Thomas Zeilmeier geführt, bescheinigt ihm Manuel Linkenheil von der SPD-Fraktion. „Nun hoffen wir, dass er seine Ideen gut umsetzen kann.“ Schließlich würden finanziell die Bäume für Ispringen nicht in den Himmel wachsen. Linkenheil hatte Amtsinhaber Volker Winkel im Dezember ebenfalls kritisiert, ihn später aber gegen persönliche Vorwürfe in Schutz genommen. Linkenheil ist einer, der Gräben im Gemeinderat offen anspricht.

Pascal Stoll von der Liste Mensch und Umwelt gehört zu denjenigen, die Zeilmeiers Sieg erwartet haben. Gespannt sei er dennoch gewesen, weil es schwer sei, den stillen Teil der Wählerschaft einzuschätzen. „Ich freue mich über frischen Wind“, bekennt Stoll. Er setze darauf, dass ein Ruck durch die Ratsfraktionen gehe. Und er hoffe, dass politisch das herauskommt, was im Wahlkampf angesprochen worden sei.