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Das Forschungsinstitut „proBiene“ hat mit der Unterschriftensammlung zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ begonnen. Imker aus der Region hoffen darauf, dass die Initiative die Bevölkerung wach rüttelt und auch allgemein den Fokus auf das Insektensterben lenkt. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Das Forschungsinstitut „proBiene“ hat mit der Unterschriftensammlung zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ begonnen. Imker aus der Region hoffen darauf, dass die Initiative die Bevölkerung wach rüttelt und auch allgemein den Fokus auf das Insektensterben lenkt. Foto: Christoph Schmidt/dpa
23.05.2019

Es geht um mehr als die Biene: Entwicklung der Insekten beunruhigt Menschen in Region

Enzkreis. Die in Baden-Württemberg gestartete Unterschriftenaktion von „proBiene“ mit dem Slogan „Rettet die Bienen“ erhitzt die Gemüter.

Die „Pforzheimer Zeitung“ titelte zum Beginn der Sammlung „Bienen auf der Intensivstation“. Matthias Reschke, der neue Vorsitzende des Bezirksbienenzüchtervereins Mittlere Enz und Betreiber einer kleinen Imkerei im Raum Maulbronn-Zaisersweiher, hat eine klare Sicht der Dinge, möchte sie aber unbedingt als persönliche Meinung eingestuft wissen: „Ein Volksbegehren bringt insoweit was, als sich jeder Bürger selbst überlegen kann, inwieweit ihm die Insekten und die dazu gehörende Artenvielfalt für unser weiteres Leben von Bedeutung sind.“

Es gehe laut Reschke darum, Verantwortung zu übernehmen, wie jeder selbst und mit seinem Einsatz bei diesem Volksbegehren etwas verändern könne. Die Forderungen und Zielsetzung der Initiative „Rettet die Bienen“ sei ein guter Ansatz für die weitere Umsetzung zum Erhalt der Artenvielfalt. Reschkes strategische Einstufung: „Ich denke, im Fokus steht hierbei nicht die Honigbiene, sondern es geht um alle wildlebenden Insekten. Was uns optimistisch stimmt, ist, dass wir aktuell eine Einladung beim Bauernverband haben und dort über das ein oder andere Thema kommunizieren zu können. So können wir miteinander einen Kompromiss finden, der dem Ackerbau und der Erhaltung der Artenvielfalt dient.“

Imkerin Silke Pérel aus Pinache findet, dass es „nicht schadet, auf die Insekten aufmerksam zu machen“. Die Honigbiene verrichte im Zusammenhang mit dem angelaufenen Volksbegehren „gute Dienste in der Öffentlichkeitsarbeit für alle Insekten“. Aktuell hätten wohl viele imker im Enzkreis in ihren Kästen keinen Honig drin. Die Einschätzung von Pérel: „Es war jetzt einfach zu lange nochmals zu kalt.“ Und da beispielsweise die Apfelbäume im zurückliegenden Jahr „unheimlich viel Obst getragen haben und es dazu noch sehr trocken war“, hätten die Pflanzen wenig Blüten angesetzt. Hinzu komme nun erschwerend, dass Bienenvölker im Sperrgebiet der Faulbrut („Pforzheimer Zeitung“ hat berichtet) lebten und daher nicht zu einer anderen Tracht gewandert werden könne, so die Imkerin aus Pinache.

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