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Gut gelaunt: Für langjährige bekamen Franz Reindl (rechts) und Oliver Stieler (Zweiter von links) Glückwünsche von CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Bechtle (von links), von Gastredner Moritz Oppelt und vom Gemeindeverbandsvorsitzenden Roland Kröner. Foto: Zachmann
Gut gelaunt: Für langjährige bekamen Franz Reindl (rechts) und Oliver Stieler (Zweiter von links) Glückwünsche von CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Bechtle (von links), von Gastredner Moritz Oppelt und vom Gemeindeverbandsvorsitzenden Roland Kröner. Foto: Zachmann
07.03.2019

Europaabgeordneter verpasst Aschermittwoch wegen Zahn-OP

Remchingen. Gleich zweimal musste die CDU Remchingen bei ihrem ersten politischen Aschermittwoch in den sauren Hering beißen: Einerseits wegen der traditionellen Fastenspeise, andererseits, weil ihr Hauptreferent, der Europaabgeordnete Daniel Caspary wegen einer Zahn-OP kurzfristig absagen musste.

Für eine dennoch ordentliche Portion politischer Würze sorgte dafür kurzfristig Moritz Oppelt mit dem Blick eines Ehrenamtspolitikers auf Europa. Der 30-jährige Betriebswirtschaftler und Jurist aus Neckargemünd ist Bezirksvorsitzender der Jungen Union Nordbaden und nach Caspary zweiter Kandidat für die Europawahl.

Der für die jungen Menschen fast schon selbstverständliche Frieden in Europa sei ein Erfolg, an dem man aber fortwährend arbeiten müsse, erklärte Oppelt mit besorgtem Blick auf den Rechtsruck, für den europakritische Parteien gesorgt hätten. Auch wenn er der AfD-Politik nichts abgewinnen könne, müsse man sich fragen: „Was läuft denn dann so falsch, dass so viele Leute die AfD wählen?“ Statt „politischem Klein-Klein der Linken und Grünen“ und Verboten zum Datenschutz oder Stickoxidgrenzwerten, die vor Ort keiner wolle, müsse man sich wieder den großen Fragen zur Migration, zur außenpolitisch stärkeren Zusammenarbeit, Wirtschaft und Energie widmen: „Keine Partei hat so viele Anstrengungen für Europa gemacht wie die von Adenauer, Kohl und Merkel.“

Während in der Diskussion Ulrich Schmidt für mehr Mut zur Demokratie in Europa plädierte und Hans Zachmann politische Störfeuer aus Osteuropa zu bedenken gab, fragte Rudi Leber nach, ob es das Mess-Chaos bei den Stickoxiden eigentlich nur in Deutschland gebe. Andere Länder würden den räumlichen Spielraum der Abstände der Stationen von Straßen viel weiter ausnutzen, erklärte Oppelt. Man müsse fragen, wer das am Ende falsch mache, auch wenn ihm selbst der Umweltschutz am Herzen liege.

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