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Ex-Nazi berichtet Schülern aus seinem Leben.
Ex-Nazi berichtet Schülern aus seinem Leben © dpa
06.06.2011

Ex-Nazi berichtet Schülern aus seinem Leben

NEUENBÜRG. Einst waren sie seine Freunde, heute sind sie seine Feinde: Die Mitglieder der rechtsextremen Szene haben auf den Aussteiger Manuel Bauer ein Kopfgeld ausgesetzt.

Er lebt verdeckt in Deutschland und hält für die Aussteiger-Organisation Exit Voträge über sein Leben an Schulen - so auch am Neuenbürger Gymnasium. Es ist eine Mischung aus Faszination und Abscheu, mit der die rund 200 Neunt- und Zehnt-Klässler die Erzählungen von Bauer verfolgen - von seinem ersten Kontakt mit der rechten Szene, von seiner Lust, andere zu verklopfen, von seinen Straftaten und von seinem Ausstieg. "Ich war eine Marionette", sagt Bauer, eine Figur in seinem Spiel, dass bald in Gewalt und Brutalität umgeschlagen hat. Warum der Vortag am Gymnasium Neuenbürg war? Eigentlich wollte Referendarin Anette Schindler bereits im vergangenen Jahr in einer Unterrichtseinheit den Vortrag integrieren. Doch das hat zeitlich nicht geklappt, nun sollten mehr Schüler daran teilhaben können. Denn das Leitbild des Gymnasiums Neuenbürg siehe unter anderem Toleranz gegenüber anderen Menschen und Kulturen vor. Das Gymnasium Neuenbürg ist bereits ausgezeichnet als „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. lin

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