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Wenn Kinder gewalttätig werden, waren sie laut Experten meist selbst Opfer.
Wenn Kinder gewalttätig werden, waren sie laut Experten meist selbst Opfer.
11.03.2011

Experten sagen: Kinder-Täter waren meist Opfer

ERSINGEN/ENZKREIS. Die jüngsten Ereignisse in Ersingen, bei denen unter anderem ein 13-Jähriger Intensivtäter zusammen mit anderen Jugendlichen in einer Kirche randaliert hat, haben die Region aufgeschreckt. Die Menschen fragen sich: Haben junge Leute gar keinen Respekt mehr? Wie wird ein junger Mensch so aggressiv und gleichgültig gegenüber anderen?

Die PZ hat sich bei Experten zu diesem Thema umgehört: Liane Bley, Leiterin der Carlo-Schmid-Schule in Pforzheim, und Jochen Essig, Familienhelfer im Enzkreis, wissen, dass Täter meistens zuerst Opfer waren. Das oftmals belächelte Argument von wegen "schlechte Kindheit" gehabt, wird laut ihnen zur erschreckenden Realität: kriminelle Jugendliche haben zumeist eine Kinderstube und ein Elternhaus durchlebt, das oft von Desinteresse oder sogar Gewalt geprägt war.

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