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Auch im Alter lohnt sich eine Therapie gegen die Sucht, meinen die Experten im PZ-Forum mit (von links) der leitenden Ärztin der Suchtmedizinischen Tagesklinik, Sabine Reimann, Sozial- und Psychotherapeutin Marianne Gerlach, Hausärztin Iris Knapp, Sozial- und Theaterpädagogin Monika Wieder, Andrea Schmieder vom Gesundheitsamt Enzkreis-Pforzheim, Petra Fakler vom Arbeitskreis Alter und Sucht, Moderator und PZ-Redakteur Alexander Heilemann, Monika Sponagel vom Seniorenzentrum Sonnhalde Neuenbürg, Schauspielerin Sarah Gros und Psychologe Dietrich Wagner. Foto: Molnar
Auch im Alter lohnt sich eine Therapie gegen die Sucht, meinen die Experten im PZ-Forum mit (von links) der leitenden Ärztin der Suchtmedizinischen Tagesklinik, Sabine Reimann, Sozial- und Psychotherapeutin Marianne Gerlach, Hausärztin Iris Knapp, Sozial- und Theaterpädagogin Monika Wieder, Andrea Schmieder vom Gesundheitsamt Enzkreis-Pforzheim, Petra Fakler vom Arbeitskreis Alter und Sucht, Moderator und PZ-Redakteur Alexander Heilemann, Monika Sponagel vom Seniorenzentrum Sonnhalde Neuenbürg, Schauspielerin Sarah Gros und Psychologe Dietrich Wagner. Foto: Molnar
29.11.2017

Experten sprechen im PZ-Forum über „Sucht im Alter“

Pforzheim/Enzkreis. Experten haben im PZ-Forum über das Thema „Sucht im Alter“ gesprochen. Ein Theaterstück zeigte dabei Auslöser, Anzeichen und Auswege.

Gerda (68 Jahre) ist tablettensüchtig. Sie pflegt ihren Mann, leidet unter Kreuzschmerzen und Gicht. Geli (63) ist Alkoholikerin. Ihr Mann brannte mit einer Jüngeren durch. Seit sie trinkt, ist sie aggressiv, geht kaum unter Leute. Sarah Gros und Monika Wieder vom Theater Sakramo 3D zeigen im Stück „Alte Hasen kehren besser“, wie ältere Menschen süchtig werden und sich helfen können. Nach der Aufführung im PZ-Forum antworten die Schauspielerin und die Sozialpädagogin aus dem Raum Stuttgart mit Experten auf die Fragen der Besucher, darunter Betroffene. Organisiert haben den Abend der Arbeitskreis Alter und Sucht des Netzwerks looping im Gesundheitsamt Enzkreis-Pforzheim und die „Pforzheimer Zeitung“.

„Es ist ein riesen Schritt, sich zu bekennen“, sagt dabei ein Besucher, der seit 15 Jahren Mitglied einer Selbsthilfegruppe ist. Die Experten bestätigen: „Das ist ein schambesetztes Thema für Betroffene, Angehörige und medizinische Fachkräfte“, sagt Brigitte Joggerst, Leiterin des Gesundheitsamtes Pforzheim-Enzkreis. Dass es fast keine Zahlen gebe, zeige das Problem. „Es ist beschämend, sich selbst nicht mehr unter Kontrolle zu haben“, so Sabine Reimann, Leitende Ärztin der Suchtmedizinischen Tagesklinik Pforzheim.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.