FDP-Forderung: Land soll Studie zur Verlängerung der Zabergäubahn vorlegen

Bretten. Fehlende Unterlagen erschweren realistische Einschätzung des Projekts.

Nachdem die Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen) kürzlich den Eindruck erweckt hat, dass eine Verlängerung der stillgelegten Zabergäubahn durch einen Neubau zwischen Leonbronn und Bretten immer noch möglich sei und dafür ein Bedarf bestehe, hat der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung (Wahlkreis Bretten) konkrete Forderungen und Vorschläge: „Wenn das wirklich möglich ist, ist es am besten, wenn das grüngeführte Verkehrsministerium in Stuttgart und Minister Winfried Hermann umgehend eine Machbarkeitsstudie mit einem denkbaren Trassenverlauf in Auftrag geben.

Dies ist bislang aber nicht geschehen, weshalb ein Neubau auch mit Unterstützung durch Bundesmittel in den kommenden Jahren äußerst unwahrscheinlich ist. Wenn es wirklich zwischen Lauffen, Zabergäu, Leonbronn, Oberderdingen, Knittlingen und Bretten einen so großen Bedarf für den ÖPNV und den Schienenverkehr gibt, könnten auf dieser Strecke sofort vor allem für Schüler und Pendler mehr Busse fahren. Diese ÖPNV-Angebotssteigerung ist bislang aber durch die Grünen und die Landesregierung nicht geplant.“

Die Freien Demokraten befürworten nach den Worten von Jung prinzipiell einen Ausbau und die weitere Elektrifizierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland und Baden-Württemberg sowie die Reaktivierung oder den Neubau von Nebenstrecken. „Wenn man, wie ich, fehlende Planungen der grün-schwarzen Landesregierung – wie bei der Zabergäubahn – kritisiert, bedeutet dies nicht, dass ich oder die FDP gegen die Schieneninfrastruktur und deren Ausbau sind, wie dies von Frau Landtagsabgeordneten Schwarz und ihrem Umfeld falsch dargestellt wird. Die Kollegin kann nun beweisen, ob sie es mit ihren Forderungen und ihrer Wahlkreisarbeit wirklich ernst meint und mich positiv überraschen“, sagte Christian Jung.