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Die Bedeutung der Kommunalpolitik stellten Roland Papesch (FDP-Europakandidat für Pforzheim-Enzkreis), Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg, FDP- Ortsverbandsvorsitzende Bärbl Maushart und der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert heraus. Foto: Meister
Die Bedeutung der Kommunalpolitik stellten Roland Papesch (FDP-Europakandidat für Pforzheim-Enzkreis), Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg, FDP- Ortsverbandsvorsitzende Bärbl Maushart und der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert heraus. Foto: Meister
20.01.2019

FDP spricht bei Neujahrsempfang des Ortsverbands Straubenhardt offen Probleme an

Straubenhardt. Kämpferisch präsentierten sich die Freien Demokraten beim Neujahrsempfang des Ortsverbandes Straubenhardt, Birkenfeld, Neuenbürg und Engelsbrand. „Zweifelsohne hat sich das politische Klima verändert“, stellte die Ortsverbandsvorsitzende Bärbl Maushart klar.

„Wir können uns beklagen, aber sinnvoller ist es sich einzumischen und für seine Ideen um Mehrheiten zu kämpfen“, forderte Maushart.

Beim traditionellen Empfang in Straubenhardt standen Europa- und Landespolitik im Vordergrund. Dennoch betonten Maushart, Landtagsabgeordneter Erik Schweickertund der Straubenhardter Bürgermeister Helge Viehweg die wichtige und unersetzliche Funktion der Kommunalpolitik. Schweickert verdeutlichte, dass ein Austritt der Briten aus der EU-Zone nicht gleichgültig sein könne. Viele Fragen seien noch offen und würden auch Baden-Württemberg betreffen. Gleichzeitig warnte er von einem Rückfall in nationale Egoismen. Weiter kritisierte Schweickert die grüne Verkehrspolitik im Land. „Aktuell sägen wir an einem Ast auf dem wir selbst sitzen“, übte Schweickert Kritik. „Dabei gilt es nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern rational zu handeln“, ergänzte er.

Bildung für Handwerk wichtig

Hinsichtlich der Flüchtlingspolitik forderte Schweickert ein Zuwanderungsgesetz und die Probleme offen zu benennen. Sorgen bereitet dem Abgeordneten der akute Mangel an Wohnraum. „88 000 Wohnungen werden in Baden-Württemberg gebraucht“, so Schweickert. In einer Diskussionsrunde erläuterte Schweickert, dass ein vielgliedriges Schulsystem die Zukunft des Handwerkerberufs sei. Ebenso gilt es die erneuerbaren Energien zu einem europäischen Thema zu machen und die Stärken der jeweiligen Länder zu nutzen.

Anschließend stellte sich Roland Papesch vor. Er ist als Kandidat für die Europawahl nominiert. Der junge Liberale beteuerte, dass sich Europa derzeit in einer Krise befindet. „Aus diesem Grund trete ich an um Lösungsvorschläge zu präsentierten“, so der Kandidat und nannte Reformen im Bildungssystem, eine Entbürokratisierung und ein Zuwanderungsgesetz. Er versprach einen leidenschaftlichen Wahlkampf.