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05.07.2009

Faber als Kieselbronner Bürgermeister wiedergewählt

KIESELBRONN. Die einzige Frage, die es bei der Bürgermeisterwahl in Kieselbronn gestern zu klären galt, war die nach der Wahlbeteiligung. Denn das Heiko Faber als einziger Kandidat siegen würde, war von vorneherein klar.

Mit einer Wahlbeteiligung von 46,3 Prozent bewies die Gemeinde mit ihren knapp 3000 Einwohner, „dass hier sehr bewusste Bürger leben“, wie SPD-Gemeinderätin Andrea Link Hofsäß nach der Verkündung des Wahlergebnisses sagte. Heiko Faber selbst konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf Pforzheim nicht verkneifen, wo die Wahlbeteiligung bei der OB Wahl einen Sonntag zuvor gut zehn Prozent niedriger gelegen hatte. Er wurde mit 97,44 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

„Pforzheim kann mehr. Machen“, hatte der Slogan von Wahlsieger Gert Hager gelautet. „Kieselbronn macht mehr“, deutete Faber das Motto um, nachdem er sich in der Festhalle für das „sensationelle Wahlergebnis“ bedankt hatte, dass ihm die Kieselbronner als Alleinbewerber beschert hatten. Dieses Ergebnis sei Ansporn für weitere acht Jahre, „in denen ich mich mit voller Kraft für Kieselbronn einsetzen werde.“

Auch Gemeinderat Rolf Kugele zeigte sich durchaus stolz auf die Wahlbeteiligung: „Sie ist ein weiterer Beweis dafür, dass in Kieselbronn demokratisch reife Bürger leben.“ Sie sei aber auch eine Würdigung der Arbeit, die Faber in den vergangenen acht Jahren geleistet habe. Faber und Kugele zeigten sich vollkommen einig in dem Wunsch, diese Arbeit wie gewohnt fortzusetzen.

Unter den ersten Gratulanten war neben Nachbarbürgermeister Norbert Holme aus Öbronn-Dürrn auch Landrat Karl Röckinger, der nach einer sonntäglichen Radtour durch den Stromberg noch in Kieselbronn vorbeischaute. Die Räder hatte Röckinger da allerdings schon wieder aufs Auto gepackt: „Wir wünschen uns sehr, dass die Stadt Pforzheim endlich ihren Teil des Radwegs Richtung Kieselbronn baut.“ Vielleicht verleiht der künftige OB Gert Hager der Angelegenheit ja den nötigen Nachdruck: Seine Frau Sabine stammt schließlich aus Kieselbronn.