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Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (Zweiter von rechts) und Geschäftsführer Mathias Morlock (links) blickten auf eine erfolgreiche Verbandsarbeit zurück. Werner Hess (Zweiter von links) und Ulrich Jäger (rechts) gaben Informationen zu Ausbildung und Beschäftigung. Foto: Manfred Schott
Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (Zweiter von rechts) und Geschäftsführer Mathias Morlock (links) blickten auf eine erfolgreiche Verbandsarbeit zurück. Werner Hess (Zweiter von links) und Ulrich Jäger (rechts) gaben Informationen zu Ausbildung und Beschäftigung. Foto: Manfred Schott
12.11.2015

Fachkräftemangel nicht schnell zu lösen

Die Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis veranstaltete ihre Jahreshauptversammlung im Bauschlotter Gasthaus „Goldener Ochsen“ unter dem Vorsitz von Kreishandwerksmeister Rolf Nagel. Wie Nagel in seinem Geschäftsbericht ausführt, sind in ihr 20 Handwerksinnungen mit über 900 Fachbetrieben zusammengeschlossen.

Beratung und Service für das Handwerk werden seitens der Vereinigung geboten. Außerdem erledigt Kreisgeschäftsführer Mathias Morlock mit seinem Team die komplette Geschäftsführung für elf Handwerksinnungen. Vorsitzender Nagel würdigte das große ehrenamtliche Engagement für das Handwerk seiner beiden Stellvertreter Joachim Butz und Jörg Wiskandt sowie das der Innungsobermeister, deren Stellvertreter und der Vorstandsmitglieder der Innungen. Ohne die gute Zusammenarbeit der Prüfungsausschüsse und der Berufsschullehrer wären die Gesellenprüfungen, das Herz des lokalen Handwerks, nicht machbar. Mittlerweile würde die Form der Gesellenfreisprechungsfeiern oder die Feier der „Goldenen Meister“ vielen Kreishandwerkerschaften als Vorbild dienen.

Bei der Abwicklung der Regularien berichtete Geschäftsführer Morlock von einem ausgeglichenen Jahresabschluss 2014. So konnten die Kassenprüferinnen Sieglinde Kugler und Irene Krüger die Entlastung des Vorstandes vorschlagen, was einstimmig durch die Mitglieder erfolgte.

Wie Kreishandwerksmeister Nagel weiter berichtet, waren unter anderem Schwerpunkte in der Arbeit der Kreishandwerkerschaft der Fachkräftemangel, der fehlende qualifizierte Berufsnachwuchs, Migration und Ausbildung und diesbezüglich der Kontaktausbau zu den Behörden, die subventionierte Konkurrenz der öffentlichen Hand, Bürokratieabbau oder Mitgliederwerbung. Darüber hinaus konnte der Kreishandwerkermeister über fast 20 weitere Aktionen und Events, auch zusammen mit den Innungen, berichten. Beim Thema Fachkräftemangel bedauerte Nagel, dass das Abwerben von guten Fachkräften im Handwerk bereits geschäftsmäßig von „Headhuntern“ betrieben werde. Ob die ankommenden Flüchtlinge das Fachkräfteproblem lösen werden, bleibe zu bezweifeln.