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© Symbolbild: Dietz
22.02.2019

Fahrlehrer hupt und wird später an roter Ampel dafür im Auto gewürgt

Remchingen. Da muss jemand aber eine ganz kurze Zündschnur gehabt haben. Ein banaler Anlass genügte offenbar einem 53-jährigen Beifahrer, um am Donnerstag gegen 17 Uhr auf der Wilferdinger Hauptstraße an einer Rot zeigenden Ampel aus einem Mitsubishi auszusteigen und den Fahrer eines anderen Autos zu würgen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Fahrlehrer, der zuvor gehupt hatte.

Der 55 Jahre alte deutsche Fahrschullehrer hatte an der Königsbacher Straße auf die Hupe gedrückt, als plötzlich direkt vor ihm vom Straßenrand ein Mitsubishi losfuhr – ohne zu blinken. Der Fahrlehrer folgte mit seinem BMW dem Mitsubishi bis zur Hauptstraße, wo beide Fahrzeuge an der roten Ampel auf Höhe der dortigen Buchhandlung anhalten mussten. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen stieg der 53 Jahre alte Beifahrer aus dem Mitsubishi aus, ging zur Fahrertür des hinter ihm stehenden Fahrschulautos und beleidigte den alleine im BMW sitzenden Fahrlehrer. Dann griff der Deutsche mit beiden Händen durch das geöffnete Fenster der Fahrertür und würgte den 55-Jährigen.

Ein zufällig im Gegenverkehr vorbeikommender Traktorfahrer hielt an und konnte den Angreifer kurzfristig vom Auto wegziehen. Danach soll der 53-Jährige allerdings erneut durch das geöffnete Fenster gegriffen und dem nach Luft ringenden Fahrlehrer noch einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben.

Der verletzte 55-Jährige begab sich eigenständig in ärztliche Behandlung und erstattete Anzeige. Aufgrund des regen Berufsverkehrs geht die Polizei davon aus, dass der Vorfall auch von mehreren Personen beobachtet werden konnte. Augenzeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Remchingen unter Telefon (07232) 372580 oder dem Polizeirevier Neuenbürg unter Telefon (07082) 7912-0 in Verbindung zu setzen.