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Das Magnum-3-Dreirad-Tandem mit Anhänger von Brigitte und Hans Stahl: Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gab eine Hochleistungsbremse den Geist auf. Auch einen Achsbruch musste man in der Vergangenheit schon hinnehmen. Das Paar absolvierte nach Anreise mit dem Auto den Jakobsweg auf der Strecke von Zizur Major nach Santiago de Compostela. Immer wieder genoss man tolle Aussichten.
Das Magnum-3-Dreirad-Tandem mit Anhänger von Brigitte und Hans Stahl: Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gab eine Hochleistungsbremse den Geist auf. Auch einen Achsbruch musste man in der Vergangenheit schon hinnehmen. Das Paar absolvierte nach Anreise mit dem Auto den Jakobsweg auf der Strecke von Zizur Major nach Santiago de Compostela. Immer wieder genoss man tolle Aussichten.
Am Ziel: die Kathedrale im Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Fotos: privat
Am Ziel: die Kathedrale im Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Fotos: privat
Brigitte und Hans Stahl vor ihrem Haus an der Hauptstraße in Weiler auf ihrem Tandem Magnum 3 mit den Urkunden von der Jakobsweg-Pilgerreise. Foto: Marx
Brigitte und Hans Stahl vor ihrem Haus an der Hauptstraße in Weiler auf ihrem Tandem Magnum 3 mit den Urkunden von der Jakobsweg-Pilgerreise. Foto: Marx
Das Gefährt ist für holprige Strecken ungeeignet, dann muss geschoben werden.
Das Gefährt ist für holprige Strecken ungeeignet, dann muss geschoben werden.
27.05.2016

Fahrt mit dem Tandem auf dem Jakobsweg

Gute Laune gehört in jedem Fall dazu, wenn sich Brigitte und Hans Stahl aus Keltern-Weiler auf ihre oftmals strapaziösen Reisen mit ihrem Magnum-3-Dreirad-Tandem begeben. Die beiden Christen treibt nicht nur sportlicher Ehrgeiz, touristische Motivation und ihre Naturverbundenheit an, es geht auf ihren Touren nicht selten darum, Gott nahe zu kommen, etwa wenn es nach Cluny und Taizé (Frankreich) oder auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela (Spanien) geht.

Bisweilen ist man dem Himmel näher als einem lieb sein kann: Einen Herzinfarkt hat Hans Stahl auf einer Fahrt schon erlitten und konnte dem Tod gerade noch von der Klinge springen.

In diesem Jahr führte die Reise nach Nordspanien. Mit dem Auto ging die Reise zunächst nach Zizur Major bei Pamplona. Das auf dem Thule-Dachträger des Mitsubishi verstaute Magnum 3 wurde über eine von Hans Stahl selbst entwickelte Schienenkonstruktion zu Boden gelassen und startbereit gemacht. Bei durchaus ungemütlichen Temperaturen, kühlen Regenschauern und kalten Winden auf den Höhenrücken ging es dann 820 Kilometer auf dem Jakobsweg zum Ziel, dem bekannten Wallfahrtsort Santiago de Compostela mit der weltbekannten Kathedrale. Doch es sind nicht nur die beeindruckenden Landschaften und traumhaften Panoramen, die die beiden Weilermer begeistern, es ist das Gefühl deiner großen Gemeinschaft anzugehören, die der Glaube vereint. Auf dem Pilgerweg treffen sie immer wieder auf hilfsbereite Wegbegleiter, die Pfadfindern gleich, gerne jeden Tag ein gutes Werk verrichten wollen.

Und so bekommen die rüstigen Rentner willkommene Hilfe, wenn es mit ihrem langen Gefährt, das auf holprigen Strecken und Wegen mit zu hoher Steigung untauglich ist,nicht mehr weiterzugehen droht. Schweißtreibend ist das Tandem-Reisen für die beiden Weilermer nicht erst, seit sie Rentner sind. Sie haben einen guten Teil ihres Lebens auf diesen besonderen Gefährten zugebracht. Schon als sie sich 1967 kennenlernten, wurde die Nöttingerin vom spezifischen Mobilitätsvirus des Weilermers infiziert. Nächstes Jahr werden sie doch tatsächlich bereits ein halbes Jahrhundert in ganz Deutschland und Teilen Europas unterwegs gewesen sein.