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Ende Juli 1995 hatte die "Pforzheimer Zeitung" über das traurige Schicksal der 15-jährigen Manuela R. berichtet. 

Fall Manuela R.: Mädchenmord vor 23 Jahren als Film in "ZDF-Drehscheibe"

Straubenhardt/Remchingen. Die 15-jährige Schülerin aus Straubenhardt-Pfinzweiler galt drei Wochen lang als vermisst. Dann hat ein Jäger aus Remchingen-Nöttingen nahe der Autobahn eine bereits stark verweste Leiche gefunden. Das war Ende Juli 1995. Seit dieser Zeit sucht die Polizei den Mörder von Manuela R. – und das ist Thema das achtminütigen Films „Kommissar Conle und das tote Mädchen“, der am Dienstagmittag von 12.10 Uhr bis 13 Uhr in der „ZDF-Drehscheibe“ läuft.

Ulrich Conle, heute Leiter der Kriminalinspektion I, die in Pforzheim unter anderem für Mord und Sexualdelikte zuständig ist, war vor 23 Jahren schon mit dem Fall beschäftigt. Und diese blutige Tat geht ihm heute noch nach. Unvergessen ist Manuela R. auch bei ihren Eltern, die immer noch darauf warten, dass die Tat aufgeklärt und der Mörder gefunden wird. Vor allem, weil die Beamten damals eine Beziehungstat nicht ausgeschlossen und daher im Freundes- und Bekanntenkreis der 15-Jährigen ermittelt hatten.

Schwere Kopfverletzungen wiesen eindeutig auf ein Gewaltverbrechen hin. Kleidungsstücke wurden entlang der Kreisstraße von Straubenhardt-Langenalb nach Marxzell-Pfaffenrot gefunden. Doch eine heiße Spur hatte die Polizei bei ihren Untersuchungen und Befragungen scheinbar nicht entdeckt. Ein Jahr nach dem Leichenfund hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt.

Der Film „Kommissar Conle und das tote Mädchen“ wird am Dienstagmittag von 12.10 Uhr bis 13 Uhr in der „ZDF-Drehscheibe“ gezeigt und ist in der ZDF-Mediathek bis zum 20. September 2019 unter https://www.zdf.de/nachrichten/hallo-deutschland/kommissar-conle-und-das-tote-maedchen-100.html verfügbar.
Auch die legendäre, schon zur Lösung einiger Verbrechen beitragende ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ hatte im März 1996 über den Mordfall berichtet. Im Youtube-Video wird das Verbrechen ab Minute 2:18 mit Schauspielern rekonstruiert.

Fall Marta Galewitz: Zweiter Mächenmord  im gleichen Zeitraum wird aufgeklärt

Parallel dazu sorgte in der Region der Mordfall Marta Galewitz für Aufsehen. Die Leiche des zwölfjährigen Mädchens aus Bad Liebenzell wurde Mitte Juli von einem dänischen Touristen zwischen dem Bahngleis und dem Monakamer Kirchweg im Gebüsch gefunden - ganz in der Nähe ihres Elternhauses. Das Mädchen ist gewürgt und danach erstochen worden, ihr Unterleib war unbekleidet. Die Polizei ging von einem Sexualmord aus.

Mehrere Wochen später wurde ein 35-Jähriger aus Engelsbrand unter Mordverdacht in U-Haft genommen. Der Verdächtige wurde später vor Gericht zu einer zehneinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Der alkoholkranke Täter hatte nicht viel zur Klärung des Falls beigetragen. Lebenslänglich, so der Richter, sei nicht möglich gewesen, weil in dem Indizienprozess ein Totschlag, aber nicht ein Mord zu beweisen war.