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Ein Höhepunkt des Konzerts war das gemeinsame Spiel der Stubenmusiken aus Schömberg und Ostelsheim im voll besetzten Kurhaus. Foto: Eschwey
Ein Höhepunkt des Konzerts war das gemeinsame Spiel der Stubenmusiken aus Schömberg und Ostelsheim im voll besetzten Kurhaus. Foto: Eschwey
Freuten sich über die hohe Ehrung (von links) Stefan und Jürgen Wöhr.  Foto: Eschwey
Freuten sich über die hohe Ehrung (von links) Stefan und Jürgen Wöhr. Foto: Eschwey
01.12.2015

Familie Wöhr und ihre Gäste begeisterten das Publikum im Schömberger Kurhaus

„Ich bin begeistert von Ihnen, liebes Publikum, wie ruhig und konzentriert sie uns zuhören“, lobte Stefan Wöhr beim Adventskonzert der Schömberger Stubenmusik im voll besetzten Kurhaus die Zuhörer. Und dieses Lob ist gerechtfertigt, denn Stubenmusik ist meist eine Angelegenheit leiser Töne. Aber nicht nur. Dass es auch mal lauter und auch schmissiger zugehen kann, dafür sorgten die musikalischen Gäste. Die klassische Musik war durch die Harfenistinnen Agnes Märker und Julia Wöhr vertreten. Ihre Soli machten dem Publikum bewusst, warum die Harfe als königliches Instrument bezeichnet wird. Für die Mundart war Hannelore Schray mit ihren besinnlichen Weihnachtserzählungen zuständig.

„Danke, dass sie in so großer Zahl gekommen sind, das brauchen wir, um uns so richtig ausleben zu können“, sagte schmunzelnd Richard Wöhr, der Senior der Stubenmusik bei der Begrüßung. Als Ehrengäste konnte er Bürgermeister Matthias Leyn, den zweiten Vorsitzenden des Trachtengaus Schwarzwald Marcus Frank und dessen Ehrenvorsitzenden Siegfried Mager begrüßen. Hoch erfreut zeigte sich Richard Wöhr, dass es gelungen war, die Ostelsheimer Stubenmusik, das Mundharmonikaquartett „Die Goschenhobler“ aus Stuttgart und die Harfenistin Agnes Märker als musikalische Gäste zu gewinnen. Kräftigen Applaus erntete der Nachwuchs – Julia, Timo und Marco Wöhr – bei ihren Einsätzen.

Einmal mehr zeichnete sich das Adventskonzert durch die Breite und Vielfalt der Beiträge aus. Die Alphornbläser Stefan, Jürgen und Petra Wöhr brachten alpines Flair ins Kurhaus. Echte, traditionelle Volksmusik boten die Stubenmusiker, ob aus Schömberg oder Ostelsheim. Für Schwung und Rhythmus aus der Schlagerszene sorgten die Goschenhobler, die zum ersten Mal zu Gast waren. Das Quartett hat sich gegründet, um den Kindern und Mitarbeitern vom Stuttgarter Kinderhospital „Olgäle“ immer wieder Freude zu bereiten. Doch zur Überraschung und Freude des Publikums zeigte jede Gruppe, dass sie in der Lage ist, auch musikalische Ausflüge in die jeweils anderen Genres zu unternehmen.

Zur besonderen Freude der Besucher war immer wieder Gelegenheit zum Mitsingen, ob Volkslieder, Schlager oder Weihnachtsmelodien. Ein Höhepunkt war das gemeinsame Musizieren der Stubenmusiken aus Schömberg und Ostelsheim. Mit dem Gisella-Rheinländer aus dem Spielgut der Diedorfer boten die Musikanten Tanzmusik, sehr zur Freude der Besucher. Die Bläsergruppe der Schömberger Stubenmusik mit Richard, Stefan, Jürgen und Petra Wöhr wollten mit „S`is Feiaombd“ das Konzert beenden, doch das Publikum war erst zufrieden, als es den Andachtsjodler als Zugabe bekam. Das ist schließlich Tradition. „Es ist bewundernswert, was die Familie Wöhr jetzt schon in der dritten Generation, für die echte Volksmusik in Schömberg und darüber hinaus leistet“, lobte Wolfgang Obert aus Schömberg. Der Reinerlös des Konzerts geht zu gleichen Teilen an die katholische und die evangelische Kirchengemeinde, berichtete Richard Wöhr.

Mit der Verleihung der Heinrich-Hansjakob-Medaille in Silber ehrte der Trachtengau Schwarzwald Stefan und Jürgen Wöhr für ihre Verdienste um die Musik im Trachtengau.