nach oben

Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Mit vielen Tanzeinlagen versüßten die Spaßvögel Singen den Umzug in Neuhausen . Tilo Keller (2)
Schmissige Stücke spielte der Musikverein Bilfingen. Foto: Roller
Mit vielen Tanzeinlagen versüßten die Spaßvögel Singen den Umzug in Neuhausen . Foto: Tilo Keller
Kakadu-Präsidentin Regina Fuchs in Aktion beim Umzug in Bilfingen. Foto: Roller
03.03.2019

Faschingsfieber auf den Straßen im Enzkreis ausgebrochen

Enzkreis. Das närrische Treiben hat am Wochenende die Hochburgen im Enzkreis erobert. Insgesamt sechs Umzüge lockten Tausende Zuschauer nach draußen.

Bildergalerie: Närrisches Vergnügen beim Singener Umzug

Kunterbunt feierten die Singener Carnevalisten am Samstag den Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Unter 60 farbenfrohen Gruppen ließen Prinzenpaar Amelie-Sophie I. und Alexander III. Müller sowie Kinderprinzenpaar Anneke I. Roser und Phil I. Preiß von ihren Star-Wars-Wagen Gutsele regnen. Ulkige Keltereckesel, Pfinztrolle oder Dalmatiner durften ebenso wenig fehlen wie Maulwürfe, Waldarbeiter mit PS-starken Traktoren, Dominosteine, Musiker oder schaurige Hexen. Dank der historischen Brückensperrung bahnte sich ein umso längerer närrischer Lindwurm durchs Dorf. Der freiwillige Verzicht vieler Gruppen auf harten Alkohol konnte der Laune nichts anhaben und sorgte für ein relativ sauberes Umzugsvergnügen bei der ganzen Familie.

Allein die Königsbacher Semsegräpsler unkten mit Sarg und Zylinder: „Hier sollte unser Umzugswagen kommen, aber wegen der Vorschriften hat er sich das Leben genommen.“ zac

Bildergalerie: Rekordkulisse beim Kinderumzug in Dennach

Vor einer Rekordkulisse am Straßenrand und einer Rekordbeteiligung von über 500 Teilnehmern in 26 Gruppen, schlängelte sich der närrische Lindwurm durch die Kindernarrenhochburg Dennach. Dass die Stammtischstrategen es verstehen, auch einen Umzug zu würzen, stellten sie mit ihrem Festwagen in Anlehnung an den Rattenfilm Ratatouille unter Beweis, denn auch mit einem Bauerngericht kann man zum Chefkoch werden. Als Macht am Berg präsentierten die Irus-Freunde ihren Fuchsbau, bei dem so manch junge Besucherin kurzerhand eingenetzt wurde. Generationenübergreifend angeführt wurde der Umzug von Büttl Uwe Keller und seinen Jung-Büttl Simon und Christiano. In Dennach heimisch fühlen sich neben Hexen und Dämonen (Herrenalb) auch „Fuchs und Hase“ (Rotensol) sowie honigschleckende „Bienen“ (Weiler) und seit zig Jahren auch die „Alten Schachteln“ (TSV) und die Urväter des Umzugs, die Dennicher Zapfe. Als Dorfblumenkinder mit „Make love not War“ schwelgten die Dennacher Frauen in Erinnerung, ganz im Sinn der Dennacher Troll, die ihren Pilz dadurch nicht gefährdet sahen. Dass es in Dennach rund läuft, präsentierten mit „Pac Man“ die TSV-Jugend, während die Faustballer unter Beweis stellten, „dass sie auch als „Bobteam Dennach“, schlagkräftig sind. Eine Lösung zum Diesel-Problem hatte die Gruppe Bodamer parat, „denn darf der Diesel-Traktor nimmer zackern, müssen Motorräder ackern“. An die gute alte Zeit „mit Leiterwagen und Huhn erinnerten auch die Kleintierzüchter. Für manchen Schabernak sorgten die Pforzheimer Gwitterhexen, die Köhler Hexen (Büchenbronn) und die Rainwald-Hexen (Ersingen), sowie die Narrenzunft Ittersbach, die Fuchshexen (Rotensol) und die Klosterwaldhexen aus Glatten (Kreis Freudenstadt). Die Stimmung hochgehalten haben die portugiesischen Trommler „Zes Pereiras“, die „Gugguggsgugga“ aus Ittersbach, die „Rennicher Schlümpfe“, der MV Ellmendingen, die „Büh Hoi Cravallos“ aus Büchenbronn und der MV Lyra Dennach. jk

Ersischo Helau

Bildergalerie: Narren feiern den Umzug in Ersingen

Fröhlich-närrischer Ausnahmezustand in Ersingen: Beim großen Umzug am Sonntag sorgten zusammen mit der KG Feldermaus begeisternde Fußgruppen und kunterbunte Motivwagen für jede Menge Stimmung: von der Wassermelone über den Federball bis zum Dieselfahrverbots-Esel des Schachclubs, vom DLRG-Müllfangnetz über die Gemeinderats-Wa(h)lfänger bis zum rollenden Da-Vinci-Abendmahl war die ganze Familie unterwegs. Während der OGV Äpfel im Überfluss verteilte, warfen das Prinzenpaar André Grimm II. und Maren I. Schuster und Kinderprinzenpaar Adrian I. Schaich und Elisa I. Palese jede Menge Süßes. Für ein friedliches Fest sorgten unter anderem ein überarbeitetes Sicherheits- und Müllentsorgungskonzept sowie das per Polizeiverordnung neu eingeführte Spirituosenverbot. zac

Bildergalerie: Narrenspaß beim Faschingsumzug in Bilfingen

Ihren närrischen Spaß hatten auch Hippies beim großen Faschingsumzug in Bilfingen.

Alle Sorten Hexen, Astronauten, Clowns, Feenwesen, Piraten, Pinguine, Einhörner, Hippies, Bananen, menschliche Überraschungseier und Rotkreuz-Schlümpfe zogen am Sonntagnachmittag gut gelaunt durch die Bilfinger Ortsmitte. Mehr als 30 Gruppen beteiligten sich am großen Faschingsumzug des Narrenbunds „Kakadu“. Die zahlreich am Straßenrand stehenden Besucher bekamen nicht nur liebevoll hergestellte Kostüme zu sehen, sondern auch viel handgemachte Musik zu hören, tänzerische und akrobatische Einlagen zu bestaunen. Drei Motivwägen nahmen humorvoll die Lokalpolitik auf die Schippe, etwa den Neubau des Kreisverkehrs in Richtung Ersingen. Die Bonbons flogen in hohem Bogen. Und immer wieder laut „Helau“ geschrien wurde sowieso. rol

Bildergalerie: Umzug in Neuhausen begeistert das Publikum

Dicht gedrängt haben die Zuschauer die Straßen gesäumt, um dem Umzug in Neuhausen beizuwohnen. 59 Gruppen, darunter auffällig viele Hexen, sind der Einladung des Fastnachtsvereins Hau-hu gefolgt. Die „Grausame Barbara“ der Dillweißensteiner Belremgilde führte den bunten Lindwurm mit ihrem lauten Kanonenknall an. Vor allem die Kinder freuten sich über große Mengen an Süßigkeiten, die die Umzugsteilnehmer ins Publikum warfen. Die Jüngsten schreckten allerdings oft vor den gruseligen Masken der Hexen und Teufel zurück und suchten Schutz hinter den Zuschauerreihen. Allerdings war man dort auch nicht unbedingt sicher, da manche Hexen hinter den Reihen entlang schlichen und ganz hinterhältig Farbe oder Mehl in Haare und Gesichter schmierten, Schuhe klauten und gelegentlich sogar junge Mädchen schulterten, um sie ein Stück der Strecke mitzunehmen. Besonders irritierend, wenn die Maskenträger auch noch dichten Nebel erzeugten, der einen in blauen, lila, schwarzen oder orangefarbenen Rauch tauchte. Da der Umzug auf der neuen Strecke nur langsam vorwärtskam, hatten die Hexen genug Zeit, ihren Schabernack zu treiben. ck

Bildergalerie: Faschingsumzug in Tiefenbronn

Zum Höhepunkt der Campagne 2018/2019 entwickelte sich am gestrigen Fastnachtssonntag der große Umzug in Tiefenbronn. 62 gemeldete Wagen, Gruppen und Kapellen schlängelten sich durch die von Tausenden von Besuchern gesäumten Straßen, womit Umzugsleiter Julian Reinelt und seine Mitstreiter vollauf zufrieden sein konnten. In der Ortsmitte moderierten Rüdiger und Anna-Lena Erler vom Regiewagen aus das feucht-fröhliche Treiben. Angeführt von den verschiedenen Balletten folgten mit dem Narrenschiff des Tiefenbronner Carnevalvereins (TCV) sowie dem Prinzenwagen mit Schmellenprinz Eric I. und TCV-Präsident, Fabian Gall, die Traditionswagen des Vereins. Ein farbenprächtiges Bild boten sowohl der Tiefenbronner Kindergarten wie auch einige private Gruppen. Die Stadtkapelle Heimsheim, die Trommler und Pfeifer aus Mühlacker der Spielmannszug Otterndorf sowie die Guggenmusiker: VIP Gugge Stuttgart, Gacho Grächzer sowie die Schnaigees Gugge Neuweiler sorgten für musikalische Unterhaltung. Wie immer in Aktion die Tiefenbonner Narrenzünfte der Schmellenhopfer, Teufel, Gemmingenhexen, Brunnengeister, Geisterjäger, Zottelböck, Guguge, Bandle und Dorfdira. la