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Allerlei Schabernack trieben die Hexen in Neuhausen mit dem Publikum. Tilo Keller (3)
Meerjungfrauen und Wassermann fuhren durch Singen.
Farbenprächtige Bietschellen in Neuhausen.
Glücksbringer waren die Contenance-Schornsteinfegerinnen in Singen.
Für närrische Guggemusik sorgten beim Umzug in Singen die Bääreglopfa. Zachmann (3)
Konfetti-Alarm bei den Degerschlächter Eulen in Neuhausen.
07.02.2016

Faschingsumzüge locken in der Region die Massen an

Mehr als 60 Formationen nahmen am Umzug der Karnevalsgesellschaft „Fledermaus“ durch Ersingen teil. Fast im Minutentakt konnten sich die vielen tausend Besucher an heiteren Darbietungen erfreuen. Zu den buchstäblich herausragenden Beiträgen zählte das fast haushohe Trojanische Pferd der Gruppe „Dilldappen“, die den großen Bluff der Griechen in Szene setzten.

Bildergalerie: Faschingsumzug der K.G. "Fledermaus" in Ersingen

Kaum weniger gewaltig war die neue Hexenkönigin der „Häxelplatzhexen“, die Premiere hatte. Ihr Debüt gaben die brandneuen „Rainwaldhexen“, die sogar ein eigenes Orchester mitführten. In Form einer Burg war der Wagen des Prinzenpaares Christian II. und Christina I. gestaltet. Als Ritter gingen die Ersinger Fußballer, die sich ein Spanferkel auf ihrem Wagen grillten. Der OGV spielte Szenen einer turbulenten Achterbahnfahrt.

Bildergalerie: Faschingsumzug in Tiefenbronn

Ein bisschen Weltpolitik, ein bisschen Lokales und ganz viel fantasievoll Märchenhaftes prägte den Faschingsumzug des Narrenbunds Kakadu Bilfingen. Angela Merkels Flüchtlingspolitik („Ich nehm‘ sie alle“), die Kölner Silvesternacht („Köln ist nicht überall – bei uns Rammler in den Stall“) oder die Standortfrage des Kämpfelbacher Feuerwehrhauses wurden ebenso thematisiert wie das 55-jährige Bestehen des „Kakadu.“ Sie hatten sich alle mächtig ins Zeug gelegt, die nahezu 40 Gruppen, die von Mirko Häuser und Tim Wundschuh vorgestellt wurden. Jede Menge „Gutsele“ wurden unters dicht gedrängt stehende Fußfolk verteilt, so dass manche Beutel kaum ausreichten. Angeführt von der Feuerwehr folgte eine große Schar Gruppen. Und am Faschingsdienstag wird der närrische Lindwurm in noch größerem Ausmaß erneut durch Bilfingen ziehen. ufa

Bildergalerie: Faschingsumzug des Narrenbund "Kakadu" Bilfingen

Ganz Tiefenbronn war gestern fest in Narrenhand. Über 50 Gruppen und Kapellen schlängelten sich durch die von Tausenden von Besuchern gesäumten Straßen, womit Umzugsleiter Werner Conle und seine Mitstreiter vollauf zufrieden sein konnten. In der Ortsmitte moderierte Rüdiger Erler vom Regiewagen aus das feucht-fröhliche Treiben. Angeführt von den verschiedenen TCV Balletts folgten mit dem Narrenschiff, der TCV Hochburg sowie dem Prinzenwagen mit Schmellenprinz Philipp I. und Präsident Fabian Gall die Traditionswagen des TCV. Für musikalische Unterhaltung sorgte der Musikverein Wurmberg, die Trommler und Pfeiffer aus Mühlacker, der Musikverein Heimsheim sowie die Guggenmusik Gacho Grächzer. Für ein farbenprächtiges Bild sorgten die Zunftgruppen der Schmellenhopfer, Gemmingenhexen, Teufel, Brunnengeister, Geisterjäger, Zottelböck, Guguge, Bandle und Dorfdira.

Bildergalerie: Faschingsumzug Neuhausen

Dicht gedrängt standen bunt verkleidete Narren beim Neuhausener Umzug entlang der Straßen Spalier, um den besten Blick auf die 84 Gruppen zu erhaschen. Unter der Regie des Fastnachtsvereins Hau-Hu waren Hexen, Teufel und andere Maskengruppen sowie Garden und Würdenträger von befreundeten Vereinen gekommen. Den Jubel und die Fastnachtsrufe des Publikums quittierten die Umzugsteilnehmer mit reichlich süßen Wurfgeschossen und vielen Späßen. Man bekam Konfetti oder sogar kratzendes Stroh in die Halsausschnitte gesteckt oder in die Haare gewuschelt. Einige Narren hatten auch Farbe dabei, um die Gesichter der zumeist bunt kostümierten Menge noch bunter zu machen. Eine Hexengruppe hatte es hinterhältig auf die Jüngsten abgesehen. Sie warfen die Bonbons nicht ins Publikum, sondern mitten auf die Straße. Auf Zuruf schnappte sich plötzlich jede Hexe eines der Kinder, die sich zum Bonbonsammeln vorgewagt hatten, und wirbelten es im Kreis.

Bildergalerie: Rathaussturm Wimsheim

Mit einem lauten Knall eröffnete die grausame Barbara, gezündet von der Pforzheimer Belrem-Gilde, den Faschingsumzug in Singen. Mit 53 fröhlichen Gruppen schwärmte die Carnevalsgesellschaft „Spaßvögel“ durch die Singener Straßen. Im Rollstuhl oder per Monster-Quad, hoch oben auf Lkw-Pritschen oder Traktorgespannen mit provokanten Slogans wie „Es ist nicht schön und nicht schlau, vor lauter Baustellen nur noch Stau“ (Semsegräbsler) bahnte sich der närrische Lindwurm den Weg.Tüten aufhalten hieß es beim Prinzenpaar Justine I. und Philipp I. auf dem „Bäuerin sucht Prinz“-Motivwagen, auch das Kinderprinzenpaar ließ Gutsele hageln.

Bildergalerie: Faschingsumzug in Singen

Weniger Gruppen, dafür mehr Teilnehmer, sorgten für einen farbenfrohen Lindwurm, der sich zum 20-jährigen Jubiläum der Dennacher Stammtischstrategen seinen Weg durchden Ort bahnte. Traditionell angeführt wurde der Umzug durch den Büttel und seinen kleineren Gehilfen. Mit ihrem Festwagen brachten die Organisatoren zum Ausdruck: „Ob Windkraft oder Politik, seit 20 Jahren üben wir Kritik“. Nicht wegzudenken sind die „Alten Schachteln“ des TSV, die Dennacher Zapfe sowie die Frauen der Strategen. Für Stimmung bei den knapp 3000 Besuchern sorgte auch der „Bunte Haufen“ der Dennacher Lyra Musikanten oder die mit 60 Teilnehmern größte Gruppe, die Schlümpfe von der Harmonie Feldrennach. Partyspaß war in der Schwabentorhalle sowie im TSV Vereinsheim angesagt.