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96 Pferde sind in der Nacht zum Donnerstag aus einer Koppel bei Marxzell ausgebrochen.
96 Pferde sind in der Nacht zum Donnerstag aus einer Koppel bei Marxzell ausgebrochen © Symbolbild: dpa
10.05.2012

Fast 100 Pferde aus Koppel ausgebrochen

Marxzell. In der Nacht zum Donnerstag sind aus der Koppel eines südwestlich von Marxzell-Burbach gelegenen Reiterhofs 96 Pferde ausgebrochen. In den folgenden Nacht- und Morgenstunden gelang es Bediensteten des Hofes, den größten Teil der Tiere wieder einzufangen.

Zum Glück kamen bisher weder Menschen noch Tiere zu Schaden. Derzeit werden noch vier der Ausreißer gesucht.

Nachdem die Pferde durch ein Gatter entkommen waren, war eine Zeugin gegen 01.00 Uhr auf mehrere freilaufende Tiere aufmerksam geworden und hatte die Polizei alarmiert. Der verständigte Betreiber des Hofes rief in der Folge sämtliche zur Verfügung stehenden Bediensteten zusammen und machte sich mit diesen in den umliegenden Wald- und Wiesengebieten auf die Suche.

Tatkräftig unterstützt von zehn Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Marxzell warnten Polizeibeamte unterdessen die Verkehrsteilnehmer. Einige Tiere machten auch vor den Grenzen zu den Landkreisen Calw und Rastatt nicht Halt.

So waren mehrere Vierbeiner bis ins mehrere Kilometer entfernte Bernbach gelaufen. Hier wurde ein Pferd durch einen Bürger eingefangen und von diesem bis zur Abholung kurzerhand im Garten eingesperrt.

Zwei Ausreißer wurden am Morgen nahe des Friedhofes von Gaggenau-Sulzbach entdeckt, wo sie sich an fettem Gras labten. Wie die Tiere das Gatter überwinden konnten, ist derzeit noch unklar; Anhaltspunkte auf Manipulationen haben sich bislang aber nicht ergeben.

Gegen 13.40 Uhr kam vom betroffenen Reiterhof die Meldung, dass sämtliche Tiere wieder wohlbehalten zu ihren angestammten Plätzen zurückgebracht werden konnten.