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Die alte Kelter in Dietlingen: ein Blick unters Dach. 

Fast eine Million Euro: Alte Kelter Dietlingen soll ab März saniert werden.

Keltern-Dietlingen. Fast eine Million Euro wird die statische Ertüchtigung der historischen Kelter in Dietlingen kosten. Damit gehört das Projekt, das einer besonderen „holzspezifischen und denkmalgerechten Fachlichkeit“ bedarf, wie es Bauamtsleiter Michael Mühlen umreißt, zu den großen Zukunftsprojekten der Weinbaugemeinde.

Im zurückliegenden Jahr gab es zweimal Grund zur Freude, als Förderbescheide die Gemeinde erreichten: über 105 000 Euro seitens des Landesamts für Denkmalpflege und 80 000 Euro von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Geld, das die Gemeinde gut gebrauchen kann. Denn Sanierungen im Bestand, zumal solche von historischen Ausmaßen, lassen Sanierungsvorhaben schnell noch teurer werden als ohnehin geplant.

Umso mehr stieß eine an sich weitere freudige Nachricht nun im Gemeinderat auf Skepsis. Die Zimmerei- und Holzbauarbeiten in Höhe von knapp 463 000 Euro brutto gehen an die Zimmerei Frodermann aus Stuttgart. Deren Angebot lag rund 150 000 Euro günstiger als der nächste Konkurrent. Exakt diese Top-Konditionen machten manche Ratsmitglieder stutzig, zumal gerade in einer Zeit, in der Betriebe aus der Baubranche oftmals alle Hände voll zu tun haben. In diesem Zusammenhang gab es eine intensive Diskussion im Gremium.

Neben der erwähnten Firma Frodermann aus Stuttgart wurden einmütig auch noch weitere Gewerke im Zuge der Keltersanierung vergeben: So gehen die Gerüstarbeiten an die Albert Fritz GmbH aus Pforzheim (über 21 000 Euro brutto) und die Klempnerarbeiten an die Göring Blech-Sanitär GmbH aus Birkenfeld (über 10 000 Euro brutto). Mühlen betonte, dass man mit den Entscheidungen des Gemeinderats nun Gas geben könne, denn man wolle mit den Arbeiten spätestens Anfang März beginnen.

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