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Eine Bahn von Abellio im Pforzheimer Hauptbahnhof. Das Unternehmen sucht nun Partner im Südwesten, um im Juni den regulären Betriebsstart aufnehmen zu können. Foto: Marx
Eine Bahn von Abellio im Pforzheimer Hauptbahnhof. Das Unternehmen sucht nun Partner im Südwesten, um im Juni den regulären Betriebsstart aufnehmen zu können. Foto: Marx
21.02.2019

Fehlen wegen Lieferschwierigkeiten bald Züge in der Region? Abellio arbeitet an Plan B

Stuttgart/Pforzheim/Enzkreis. Die Probleme bei Bombardier beflügeln das Risikomanagement beim Verkehrsunternehmen Abellio. Mit Hochdruck wird aufgrund der zu erwartenden Ausfälle beim Bahnmaterial an Übergangsoptionen gearbeitet.

Während man bei Abellio nun eifrig „an Plan B arbeitet“, wie sich die für die Unternehmenskommunikation zuständige Mitarbeiterin Hannelore Schuster aus Stuttgart auf Nachfrage der „Pforzheimer Zeitung“ äußert, kann man sich bei Go-Ahead zurücklehnen: Nur die Abellio Rail Baden-Württemberg wird von der Malaise betroffen sein, dass Bombardier bis zum Betriebsstart am 9. Juni für Linien in der Region nicht genügend Zugmaterial ausliefern kann (PZ berichtete). Die Flirt-Einheiten von Go-Ahead werden dagegen vom Schweizer Konzern Stadler hergestellt, der an Betriebsstandorten in Deutschland und Polen fertigt, worauf Sprecherin Julia Bülow aus Berlin hinweist.

[Mehr zum Thema: Politiker warnen vor einer mangelnder Zugversorgung ab Juni in der Region]

Abellio war von der Bombardier-Ankündigung unangenehm überrascht worden und setzt auf rasches Risikomanagement. Dazu gehört, dass man sich auf die Suche nach möglichen Kooperationspartnern im Südwesten gemacht hat, um Bahnmaterial aufzutreiben. Hierzu heißt es auf Anfrage der Redaktion: „Wir stehen in Gesprächen mit den anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen in Baden-Württemberg hinsichtlich der Verfügbarkeit von Leihfahrzeugen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann aber noch nicht gesagt werden, welche Ersatzfahrzeuge zum Einsatz kommen werden. Zudem stehen wir im Austausch mit der Deutschen Bahn und prüfen gemeinsam verschiedene Optionen, so auch die Möglichkeit, dass DB Regio den Betrieb der betroffenen Linien kurzzeitig fortführt.“ Konkrete Absprachen gebe es aber noch nicht. Nichtsdestotrotz, so Abellio-Unternehmenssprecherin Schuster, habe man sich „den Start im Stuttgarter Netz natürlich anders vorgestellt: Wir haben alles in unserer Macht stehende getan, unsere Betriebsaufnahme optimal vorzubereiten.“ Abellio stehe – anders als von einigen Fachleuten gemutmaßt – ausreichend Zugpersonal für die erste Betriebsstufe ab Juni zur Verfügung. Darüber hinaus, so Schuster, habe das Unternehmen „eine funktionsfähige Infrastruktur mit Meldestellen, Kundencentern, Verkaufsstellen und Leistelle aufgebaut“

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