Felder wegen Müller Fleisch in der Kritik

Pforzheim/Birkenfeld. Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Rülke, dessen Wahlkreis die Gemeinde Birkenfeld umfasst, hat sich mit einer Parlamentarischen Initiative an die Landesregierung gewandt, um die Handhabung der Lärmgrenzwerte an der Herrenstrietsiedlung zu erfragen. „Seit Jahren werden die Bürger der Herrenstrietsiedlung von Müller Fleisch belästigt. Die Anwohner pochen völlig zu Recht darauf, wie ein Wohngebiet behandelt zu werden, die Stadt Pforzheim pocht darauf und die Gemeinde Birkenfeld ebenfalls“, so Rülke.

Offensichtlich sei die einzige, die es Müller Fleisch zugestehen will, die Anwohner über Gebühr mit Krach zu beschallen, Regierungspräsidentin Sylvia Felder. Die Argumente seien dabei völlig entrückt und Presseberichten zufolge reagiere Felder weder auf Presseanfragen, noch informiere sie den Birkenfelder Bürgermeister, ob denn nun seine Festsetzungen auf Grenzwerte, wie sie für Wohngebiete gelten, weiterhin Bestand hätten. Rülke wolle nun von Felders Vorgesetzten Auskunft über den Fortgang des Verfahrens. „Mich interessiert dabei insbesondere, wie man zu der skurrilen Auffassung gelangen kann, Luftbilder von einer Gerberei, die sich vor gut hundert Jahren dort befunden haben soll, ließen sich als Begründung dafür heranziehen, dass ein verhältnismäßig neues, völlig anderes Gewerbe nun den Anwohnern auf die Pelle rücken und diejenigen beschallen darf, die dort schon vor der Firma Müller Fleisch gesiedelt haben“, so Rülke. Er erwarte ein Machtwort von der Landesregierung, das die Regierungspräsidentin „wieder auf den Boden der Tatsachen holt“. Binnen kürzester Zeit sei Felder „mit Anlauf in jedes Fettnäpfchen gesprungen“. Ob beim Desaster bei der A 8, der ungefragten Untertunnelung fremder Grundstücke beim Arlingertunnel oder nun hier.