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Der Flutlichtchor Dennach unter der Leitung von Mark Aysikov (rechts) – an der Trommel Sabine Gutting.  Jürgen Keller
Der Flutlichtchor Dennach unter der Leitung von Mark Aysikov (rechts) – an der Trommel Sabine Gutting. Jürgen Keller
28.09.2017

Fetzig stimmungsvoller Chorgesang

Der Flutlichtchor des Gesangverein Edelweiß Dennach hat zusammen mit den Gastvereinen Contrast 21 vom Gesangsverein Eintracht Eutingen, Con Musica aus Connweiler und der Chorgemeinschaft Liederkranz-Freundschaft Neuenbürg, für einen abwechslungsreichen Abend im alten Dennacher Schulhaus gesorgt. Mit einem facettenreichen Programm präsentierten die Gesangvereine fetzige und stimmungsvolle Chormusik in den verschiedensten Stilrichtungen.

Auch in ihrer zehnten Auflage hat die Hocketse des Flutlichtchores nichts an Gemütlich- und Geselligkeit verloren. Flugs wurde wegen des Umzugs vom Platz ins Haus das Motto mit „Hocketse unter dem Kastanienbaum“ von den Organisatoren um die Vorsitzende Christine Bodamer in „über dem Kastanienbaum“ umbenannt. Gesanglich eröffnet wie auch abgeschlossen, wurde die Hocketse durch den Gastgeberchor unter der musikalischen Leitung von Mark Ayzikov. Die Moderation über die vorgetragene Chorliteratur oblag zunächst dem Sänger Guido Zurborg. Den musikalischen Reigen eröffneten der Flutlichtchor passend zum Anlass des Abends mit einem ironischen Stück und einem netten Smaltalk mit „Nette Begegnung – hallo wie geht’s“.

Aufmerksames Publikum

Reichlich Applaus vom Publikum gab es für die Gastgeber nicht nur für die Ballade „Tears in heaven“, sondern auch für die fetzige d-Moll Aufführung mit „Put a little love in your heart“. Richtig gefordert waren die Dennacher Chormitglieder mit dem Afrika-Medley unter Begleitung von Sängerin Sabine Gutting an der Cajon-Kasten-Trommel. Das aufmerksame Publikum staunte nicht schlecht, als die Mitglieder des Flutlichtchor Liedpassagen klangvoll auf Suaheli zu Gehör brachten. Sängerin Julia Dworatzek und der musikalische Leiter brachten zum Ausdruck, dass bei den anspruchsvollen Stimmen musikalisches Gehör gefragt war. Einstudiert in zusätzlichen Probestunden wurde zuerst die Melodie, erst dann folgten die verschiedenen Nuancen.

Zusätzliche Singstunden waren auch bei der Chorgemeinschaft Liederkranz-Freundschaft angesagt, wo Aysikov auch seit ein paar Jahren die musikalische Leitung innehat. Der Schwerpunkt wurde hier jetzt mehr auf A-capella und schwungvollere Melodien gesetzt. Gefordert waren die Chormitglieder mit „I will follow him“, der Filmmelodie aus „Sister Act“. Die Chorgemeinschaft zählt mit ihren 175 Jahren zu einem der ältesten Gesangvereinen im Ländle, doch mit dem Alpenrock „Rock me“ vom Voxxclub und rhythmischer Publikumsunterstützung, stellten sie unter Beweis, dass sie noch längst nicht zum Alten Eisen gehören. Stammgäste bei der Hocketse sind Con Musica aus Connweiler. Unter der Leitung von Bernd Philippsen brachten die Sängerinnen nicht nur Herbstlieder klangvoll zu Gehör, sondern weckten mit Herzensliedern wie „Rock over the world“ von Status Quo nicht nur Erinnerungen. Ein Novum war Contrast 21 aus Eutingen. Die modernen und ausdrucksstarken Songs wurden alle vom musikalischen Leiter Thomas Schmidt arrangiert, jedoch ohne Noten, sondern nur durch Textvorlagen. Mit „die Musik sind wir“ (Beatrice Egli), „Wish you where here“ (Pink Floyd) und dem Hit der Toten Hosen „Unter den Wolken“ brachten die Chormitglieder in beeindruckender Weise zu Gehör, „dass man sich Träume nicht nehmen lassen soll“.