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Einsatz in der Bahnhofstraße im Oktober: Aus einem zerfressenen Transportfass läuft Salzsäure.   PZ-Archiv Ketterl
Einsatz in der Bahnhofstraße im Oktober: Aus einem zerfressenen Transportfass läuft Salzsäure. PZ-Archiv Ketterl
Bei der Beförderung und Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst mit von der Partie waren (von links): Michael Nowak, Bodo und Meik Kusterer, Wolfgang Gebauer, Guido Kusterer, Bürgermeister Martin Steiner, Andreas Billing, Vize-Kreisbrandmeister Manfred Wankmüller, Philipp Braun, Marcel Kuhn, Simon Hermann Kommandant Frank Oelschläger und Verbandsvorsitzender Markus Haberstroh.  Molnar
Bei der Beförderung und Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst mit von der Partie waren (von links): Michael Nowak, Bodo und Meik Kusterer, Wolfgang Gebauer, Guido Kusterer, Bürgermeister Martin Steiner, Andreas Billing, Vize-Kreisbrandmeister Manfred Wankmüller, Philipp Braun, Marcel Kuhn, Simon Hermann Kommandant Frank Oelschläger und Verbandsvorsitzender Markus Haberstroh. Molnar
07.02.2016

Feuerwehr Birkenfeld sorgt sich um finanzielle Mittel für Ausstattung

Kein leichtes Jahr liegt hinter der Gesamtwehr Birkenfeld: Viele spektakuläre Einsätze galt es zu meistern, die Hälfte davon tagsüber. „Es ist wichtig, auswärtige Kameraden zu rekrutieren“, sagte Kommandant Frank Oelschläger bei der Hauptversammlung.

84-mal sei die Feuerwehr alarmiert worden, 4100 Stunden habe sie – inklusive Lehrgänge und Übungen – geleistet. Die meisten Einsätze lagen im Bereich technische Hilfeleistungen (27-mal). Zudem gab es 25 Brandmeldealarme, 18 Brandeinsätze und zwölf Gefahrenstoffeinsätze. Diese hätten sich in den letzten Jahren gehäuft. „Wir müssen am Ball bleiben“, mahnte Oelschläger mit Blick auf die Industrie in Birkenfeld. Dem konnte Bürgermeister Martin Steiner, der eine rote Warnweste bekam, nur zustimmen. „Die Gemeinde ist gewachsen. Da braucht man eine Wehr, die Einsatzbereitschaft zeigt“, bedankte er sich bei den aktuell 77 Aktiven.

Umso mehr bereite ihm die nachlassende, finanzielle Unterstützung des Landes bei der Ausstattung Sorge. So sei etwa das Hauptlöschfahrzeug (HLF 10) für Gräfenhausen auf den Weg gebracht worden. „Aber ich habe keine Hoffnungen, den Zuschuss zu bekommen“, so Steiner. Dies befürchtet auch der Kommandant: „Es sieht nicht gut aus.“ Verbandsvorsitzender Markus Haberstroh setzte hinzu, dass die Hälfte der Anträge von 2015 nicht bezuschusst wurde. 2016 bräuchte man gar keine Neuanträge stellen, müsste doch erst die andere Hälfte abgearbeitet werden. Steiner rief auf, diese Entwicklung nicht tatenlos hinzunehmen, die Kommune könne nicht alles zahlen. Über 130 000 Euro wurden für die Wehr im Haushalt eingestellt.

Belastung steigt

Ein weiteres Problem sprach der stellvertretende Kreisbrandmeister Manfred Wankmüller an – die zunehmende Belastung des Einzelnen: „Die personellen Ressourcen machen uns auch Sorgen.“ Allseits gelobt wurde dagegen die Jugendarbeit. Erfolgreich sei nicht nur der Kreisjugendfeuerwehrtag gewesen, sondern auch das erste Jahr der neuen Kindersparte mit 25 Kindern. „Einige konnten schon an die Jugendfeuerwehr überstellt werden“, freute sich Oelschläger. Diese umfasst derzeit 31 Jugendliche, davon neun Mädchen.

Zahlreiche Ehrungen

Ihr 25-jähriges Jubiläum konnte die Altersabteilung feiern. Insgesamt verfügt die Gesamtwehr Birkenfeld über 165 Mitglieder. Bei der Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst gab es eine Besonderheit, wurden doch neben Wolfgang Gebauer und Michael Nowak auch die Brüder Meik, Bodo und Guido Kusterer mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber bedacht. „Ich habe das noch nie erlebt“, gratulierte Wankmüller. Befördert wurden Andreas Billing, Philipp Braun und Robin Lohner zum Oberfeuerwehrmann sowie Andreas Bösl, Simon Hermann, Michael Jäck und Marcel Kuhn zum Hauptfeuerwehrmann.